unglaublich schön, dieser Winter..

Die Tage werden länger und vergehen wie im Fluge. Vom 5. Februar hatte ich 10 Tage Amira, den Hund meiner Kollegin bei mir zu Besuch. Gerade richtig, damit ich die Abende nicht alleine zu Hause verbringen musste, da Res einen Holzerkurs in Schaffhausen leitete. Ich stand jeden morgen um halb 6 auf und ging 45min mit Amira in den Schnee und zusammen genossen wir den Vollmond und die klirrende Kälte. Sie war 10 Tage mein ständiger Begleiter im Büro, beim Klettern, beim Joggen, beim Schwimmen etc. Am Wochenende unternahmen wir dann mit Amira, meinen Eltern und der Mutter von Res eine zweitägige Schneeschuhtour im Lötschental mit Übernachtung in der Lötschenpasshütte, unser Weihnachtsgeschenk an die drei! ;-) War ein witziges Weekend und schön wie fit unsere Eltern noch sind!
In den letzten Tagen waren wir öfters auf der Nachtloipe in Heimenschwand anzutreffen, wir machen Vortschritte und ich falle pro Training nur noch ca. einmal um!! ;-) Aber was mir aufgefallen ist, die Langläufer sind die gleichen Typen wie die Gümmeler, ein ewiger Wettkampf und von der Geste einander beim Queren zu Grüssen haben die wohl auch noch nie was gehört!
Das letzte Wochenende verbrachten wir am Samstag im Lötschental auf der Lauchernalp neben und auf der Piste und Res bega sich am Sonntag zusammen mit Lars ins senkrechte Eis!!! brrrrr und das bei diesem garstigen Wetter. Mich hingegen schlug es alleine und gemütlich auf die Loipe!
Nun geht es nicht mehr lange und am 4. März fahren wir für zwei Wochen mit dem Camper meiner Eltern los Richtung Bünderland! Zwei Wochen leben wie Zigeuner, schlafen wo es uns gerade gefällt und jeden Tag Skitouren, Freeriden, Langlaufen oder Eisklettern.... was will man mehr?? ich auf alle Fälle kanns kaum erwarten in dieses Abenteuer zu starten...

Dienstag, 21. Februar 2012 / 14:48 Uhr


Skitouren wie in Kanada

Bei -26 Grad starteten wir am Samstagmorgenfrüh auf dem Parkplatz in Tschingel unsere Skitour Richtung Zallershorn. Zuerst gings der Strasse entlang Richtung Griesalp. Noch vor einem Jahr mussten wir hier die Skier tragen, doch diesen Winter hatte es genügend Schnee. Unsere Haare, Augsbrauen etc. waren schon bald voll eingefroren und weiss. Doch es war herrlich diese Ruhe und klirrende Kälte und die gute Luft einatmen zu können. Schon bald waren wir auf dem Chistihubel. Hier wollten wir eigentlich auf dem Grat weiter und dann einen Steilhang queren. Doch die Kälte und auch der viele Schnee und grosse Wächten hielten uns davon ab. Also zogen wir nur schnell die Felle ab und brausten im feinsten Pulver zurück auf die Alp. Dort wurden im Eiltempo die eiskalten Felle wieder montiert und der Aufstieg Richtung Bundstock unter die Füsse genommen. Leider war Res letzte Woche am kränkeln und deshalb brachen wir auf dem Bärentritt den Aufstieg ab, es hätte nicht mehr viel bis zum Gipfel gefehlt, doch der eisige Wind machte es auch nicht gerade besser. Doch dank dem kalten Wetter war der Schnee einfach nur grandios, so muss es wohl in Kanada sein. Pulverschnee vom feinsten, ein Traum.... Unten auf der Griesalp gings ab in die warme Stube auf eine heisse Schoggi und Suppe. Es gab trotzdem tolle 1800 Höhenmeter und grandiose Abfahrten.
Auch am Sonntag zog uns der Schnee früh aus den Federn. Diesesmal gings Richtung St. Stephan im Simmental. Wir bestiegen das Albristhorn, wieder mal bei eisigen Temperaturen. Uns beeindruckten die riesen Schneehaufen am Strassenrand, sowas haben wir schon lange nicht mehr gesehen. Wir waren wieder mal die ersten auf dem Gipfel und konnten so selber spuren. Es war sowieso praktsich niemand unterwegs, obwohl das Wetter einfach traumhaft war.
Wieder einmal ein wunderschönes Wochenende im Schnee. Und mit Daunenjacke und Daunenhandschuhe absolut kein Problem auch bei diesen eisigen Minustemperaturen nicht! Na dann, bis zum nächsten Mal.

Sonntag, 5. Februar 2012 / 18:35 Uhr


Wochenende mit viel Powder..

Kaum zurück aus Bivio gings am vergangenen Weekend wieder ab in den Schnee. Am Samstag fuhren Res und ich zusammen nach Sörenberg ab auf die Pisten. Bei schlechten Sichtverhältnissen feilte ich an meiner Skitechnik und carften wir die Pisten runter!
Am Sonntagmorgen früh ging es auf Richtung Grimmialp. Von dort starteten wir mit den Tourenskis zum Rothorn. Wir waren die ersten und so konnten wir beide im Nebel unsere eigene Spur in rund 30cm Neuschnee legen. Es war sehr spannend und ich konnte das Gelernte der vergangenen Woche gleich umsetzen. Zum Glück öffneten sich die Wolken als wir ins steilere Gelände kamen und so die umliegenden grossen Hänge besser beurteilen konnten. Wir stiegen dann bis zum Verbindungsgrat zum Rothorn auf. Dort entschieden wir uns nicht weiter aufzusteigen. Man hätte eine ca. 40 gradige Steilstufe traversieren müssen und der Gipfelhang wies viele Triebschneedünen auf. Das Bulletin war zwar auf Mässig, doch wollten wir es nicht herausfordern. Also zogen wir die Felle ab und stürzten uns in den geilen Pulverschnee. Nach rund 200 Höhenmeter super Pulver fellten wir die Skis wieder an und ich konnte nun die Spurarbeit Richtung Obere Spillgerte übernehmen. Es war recht harte Arbeit aber machte super Spass, vorallem als dann noch ca. 10 weitere Leute meiner Spur folgten! ;-) Auch die nächste Abfahrt bot tollen Pulverschnee. Im steilsten Stück zog ich extra etwas viel nach Links um zu sehen was es leiden mag und prompt löste sich ein kleines Schneebrett, welchem ich aber ohne Probleme nach rechts ausweichen konnte! Dieses Erlebnis bestätigte uns, dass unser Entscheid zur Umkehr vernünftig war! Weiter unten rockten wir noch durch den hügeligen Wald mit super tollem Schnee! Zufrieden und mit einem grossen Smile ging auch dieses Wochenende zu Ende.... bis zum nächsten Mal..

Montag, 30. Januar 2012 / 20:46 Uhr


SAC Tourenleiterkurs Bivio 21. - 27. Januar 2012

Letzte Woche besuchte ich den SAC Tourenleiterkurs in Bivio. Wir waren eine Gruppe von 5 Männern und mir, welche vom lustigen und sehr kompetenten Bergführer Walter Fetscher aus dem Kanton Uri geschult und geprüft wurde. Wir unternahmen jeden Tag tolle und abwechslungsreiche Anwendertouren welche wir selber planen und führen mussten. Am Dienstag schneite es den ganzen Tag und die Sicht war gleich null. Natürlich hoffte ich, dass ich keine Führungsarbeit übernehmen musste, doch kaum gestartet hiess die Anweisung von Walter, ab hier übernimmst du die Führung, Cristina! Naja, ich gab mein bestes und führte die Gruppe zuerst mehr nach meinem Gefühl und dann noch per Kompass Richtung Gipfel. Dabei wurde ich richtig gefordert und es war sehr interessant bei solchen Verhältnissen in unbekanntem Gebiet unterwegs zu sein.
Wir waren bis auf eine Person eine super Gruppe und hatten sehr viel Spass. Am 26. Januar überraschte mich meine Gruppe am Abend mit einem Geburtstagskuchen mit 29 Kerzen! Das ganze Hotel sang Happy Birthday, was mich sehr gerührt hat. Und als tollstes Geburigeschenk habe ich die Woche bestanden und am Abend das Diplom als zukünftige SAC Tourenleiterin Winter 1 überreicht bekomen! Anschliessend haben wir alle, mit den drei weiteren Gruppen, ausgiebig im einzigen Pub in Bivio bis in die Morgenstunden gefeiert!
Nun freue ich mich ab nächstem Winter für die SAC Sektion Blüemlisalp einige Skitouren leiten und führen zu dürfen!

Samstag, 28. Januar 2012 / 18:59 Uhr


Tourensaison hat richtig begonnen....

Bereits ist wieder einige Zeit vergangen seit unserem letzten Eintrag. Über Silvester reisten wir für drei Tage ins Goms. Zum Glück starteten wir am Samstagmorgenfrüh, denn schon am Mittag wurde der Verlad in Kandersteg gesperrt. Am 31. Dezember genossen wir herrliche Powderruns beim Freeriden an den Liften in Fiesch. Bei der Talabfahrt brach Res bei einem harmlosen Sprung zum dritten Mal innerhalb von einem Jahr seinen Movementski! Ich denke er würde sich als Testrider für Movement noch lohnen! ;-)
Um Mitternacht beim Jahreswechsel waren wir beide in der Jugi in Fiesch schon lange in der Traumwelt versunken. Am Sonntag gingen wir nach Bellwald auf die Piste. Res mietete sich einen Pistencarver und ich bekam etwas Skitechnikunterricht! Habe ich doch schon noch einige Mankos!! :-(
Den 2. Januar verbrachten wir dann auf den schmalen Latten auf den Pisten im Goms und legten zum Saisonstart wieder mal knappe 40km hin. Anschliessend gings gemütlich ohne grossen Stau wieder nach Hause.
Res hatte Anfang Januar seine ersten Wintereinsätze als Aspirant und genoss es sichtlich in den Bergen sein Geld verdienen zu können!
Letzten Samstag gings wieder mal gemeinsam auf eine Skitour. Bei der Sagi im Chirel starteten wir in Richtung Cheibehorn. Es war bitter kalt aber super schönes Wetter. Weil die erste Abfahrt in einem schönen Couloir so grandiosen Pulverschnee zu bieten hatte, entschieden wir uns gleich nochmals die Felle aufzuziehen und noch auf den Gurbsgrat zu steigen. Von dort nahmen wir natürlich nicht die Abfahrt wo all die anderen hundert Leute runterfuhren, sondern konnten einen Hang selber entjungfern!! Das war vielleicht geil! :-)
Am Sonntag konnte Res wieder einen Lawinenkurs auf der Engstligenalp geben und ich ging mit meinem Kollegen Sebi vom Klöntal auf den Mutteristock. Auch hier fanden wir wieder herrliche, steile und unberührte Hänge!! :-)
Und nun ist ja fürs kommende Weekend wieder Neuschnee angesagt! Darauf freuen wir uns beide! Und für mich geht es eine ganze Woche nach Bivio zum türelen! Bis zum nächsten Mal!

Mittwoch, 18. Januar 2012 / 22:30 Uhr


Weihnachtsskitouren

Endlich hat es so richtig geschneit. Das verlängerte Wochenende nutzten wir um Skitouren zu unternehmen. Am Samstag, 24. Dezember 2011 machte ich meine erste Skitour ganz alleine, da Res nach einer langen Nacht nicht in der Lage war eine Skitour zu unternehmen. Bei Regen fuhr ich los Richtung Diemtigtal. Bei der Talstation des Wiriehorn ging der Regen zum Glück über in Schnee. Beim Schulhaus parkierte ich das Auto und los gings Richtung Turnen. Es schneite und schneite und ich war mutterseelenalleine unterwegs. Zuerst folgte ich etwas den Spuren und wenn ich das Gefühl hatte ich würde anders laufen, zog ich meine eigene Spur in den Schnee. Weiter oben fing es stark an zu winden und es tat immer mehr zu. Auch die Spur war bereits weggeblasen und nicht mehr zu erkennen. Mit Res habe ich regelmässig telefoniert, da er sich natürlich Sorgen machte, ich alleine auf Skitour. Dann nach 2 Stunden stand ich auf dem Gipfel, ich wusste aber nicht genau wo ich war, weil die Sicht kaum mehr 5 Meter betrug. Also entschloss ich mich sicherheitshalber meiner Aufstiegsspur wieder nach unten zu folgen. Natürlich bin ich heil wieder unten angekommen und es war ein sehr intensives Gefühl so ganz alleine auf Skitour, werde ich bei guten Verhältnissen sicher noch öfters machen!
Am Sonntagmorgen kam dann meine Kollegin Salome dazu. Gemeinsam mit Res gingen wir Richtung der Talstation Sulegg. Wir nahmen nicht die Gondel, denn auch Salome liebt es Höhenmeter zu machen! ;-) Leider waren zwei Personen wohl mit der Gondel vor uns gestartet, auf alle Fälle war oben bereits gespurt. Doch sonst war weit und breit Niemand zu sehen. Wir genossen die Stille und das wunderschöne Wetter im Aufstieg auf die Höji! Oben auf dem Grat blies ein kalter und fieser Wind. Wir zogen nur schnell die Felle ab und stürzten uns in den 30cm super leichten Pulverschnee! Woooowww das war echt hammer mega mässig!!! Am liebsten wäre ich den letzten Hang gleich nochmals hochgestiegen! Hier waren Res und ich sicher nicht das letzte Mal, denn man könnte sehr gut ein paar Gipfel zusammenhängen! ;-)
Am Montag ging es wiederum ins Diemtigtal richtung Hohniesen. Wir waren die ersten und Res konnte seine eigene Spur anlegen. Wieder einmal war noch Niemand unterwegs. Es war einiges wärmer als am Tag davor und die Sonne schien von Anfang an. Oben war der Schnee in den Mulden immer noch super schön zum Fahren nur weiter unten im Wald hatte es einen Deckel, welcher uns aber noch getragen hat! So ging das verlängerte Wochenende bereits wieder zu Ende.
Res hatte am 27. Dez auch noch frei und ging noch mit seinen Kollegen auf eine Tour von der Griesalp aus!
Nun hoffe ich, dass der Schnee so bleibt und wir über Silvester weitere Touren unternehmen können.
Auf bald im Schnee!

Mittwoch, 28. Dezember 2011 / 07:36 Uhr


nur Fliegen ist schöner...

Gestern anlässlich der internen Bergführerweiterbildung von bergpunkt erlebten wir eine Einführung ins Gleitschirmfliegen. Ich durfte zum Glück auch dabei sein und Res als Aspirant wurde von bergpunkt auch an die beiden Weiterbildungstage eingeladen.
Wir erwischten den besten Tag der ganzen Woche für diesen sportlichen Höhepunkt. Die Bergführer standen so einmal in der Rolle des Gastes und wurden von Häppy dem Flugschulleiter der Flugschule Ikarus in die interessante Technik des Gleitschirmfliegens eingeführt. Zuerst tasteten wir uns mit kurzen Runs auf der Ebene an das Handlings des Schirmes heran. So viel Neues das beachtet werden musste. Arme nach hinten, offen halten und vollgas mit Vorlage losrennen. Und den Anweisungen im Funk von Häppy folge leisten! Am Nachmittag durften wir dann in den Hang und hier wurde unsere Geduld getestet. Ja, es war für mich wirklich nicht einfach auf den besten Wind zu warten, ich wollte einfach nur fliegen! Doch die Flughelfer Thomas und Bänz konnten uns zügeln und richtig einweisen. Gegen Ende konnten wir alle vielleicht eine Minute in der Luft sein. Dank meinem grossen Schirm für 95kg schwere und mehr, blieb ich natürlich noch länger in der Luft!! :-) Ein wirklich gelungener und sehr toller Tag und ich glaube wir wurden beide bereits vom Virus infiziert.... doch eins nach dem anderen.... irgendwann fliegen wir dann vielleicht von den Bergen und müssen nicht mehr runterlaufen! Eins können wir bestimmt sagen, es war sicher nicht das letzte Mal, dass wir uns beide frei wie ein Vogel fühlten....

Freitag, 9. Dezember 2011 / 18:15 Uhr


19. November 2011

Weil leider immer noch kein Schnee liegt, müssen wir uns weiter gedulden bis wir die Tourenskisaison endlich einläuten können.
Also standen wir am Samstagmorgen früh auf und machten uns auf den Weg nach Mülenen. Um 7.00 Uhr starteten wir in Mülenen unsere alpine Wanderung. Zuerst ging es auf dem direkten Wanderweg hoch. Plötzlich sahen wir einen Mann die Treppen hochsteigen. Ich wollte das unbedingt auch ausprobieren, also kletterten wir auf die Treppen. Doch schon bald schlief mir das Gesicht ein und die monotono Bewegung des Treppenlaufens nervte mich. Deshalb verlies ich die Treppen sobald wie möglich wieder und wir marschierten auf dem wunderschönen Wanderweg Richtung Niesen und waren mutterseelenalleine. Kurz unterhalb der letzten Galerie querten wir in weglosem Gelände nach links bis zum Cheesbödi. Von dort ging es über den Ostgrat mit teilweise kurzer Kletterei auf das Fromberghore und von da an über den Niesengrat rauf und runter von Gipfel zu Gipfel: Drunengalm-Standhore-Steischlaghore-Tschipparällehore-Mäggisserhore. Nach rund 7 Stunden kamen wir auf dem Mäggisserhore an und trafen noch einen Gleitschirmpiloten und Hans aus Langnau! Wir schwatzen und genossen die letzten Sonnenstrahlen, bevor wir uns auf den Abstieg machten. Gottseidank war Hans ein Stück mit dem Auto hochgefahren und nahm uns dann bis Mülenen mit! So konnten wir doch ein paar Höhenmeter abwärts sparen und unsere Knies schonen. Schlussendlich gab es insgesamt 2500 Höhenmeter und einige Kilometer in zum Teil weglosem Gelände und über den wunderschönen Niesengrat bei besten Verhältnissen!
Den Sonntag verbrachten wir beim Biken.....
doch nun darf wirklich endlich der Winter kommen!! Biiiiiittteeee Frau Holle, lass es schneien!!!

Montag, 21. November 2011 / 16:51 Uhr


22. - 23. Oktober 2011

Ein abwechslungsreiches und wunderschönes Weekend bei bestem Herbstwetter geht leider bereits wieder zu Ende.
Gestern morgen starteten wir unseren Tag mit einer einstündigen Joggingrunde über den Ballenbühl nach Schlosswil und zurück nach Konolfingen. Herrlich die Kälte, der Raureif und dazu die ersten warmen Sonnenstrahlen und die grandiose Aussicht auf die verschneiten Berge.
Am Nachmittag ging es zu Chrigu nach Trubschachen. In seinem Wald muss Res wie jeden Herbst wieder ein paar Bäume fällen. Weil es mich am Donnerstag so gepackt hat, wollte ich natürlich unbedingt dabei sein. Es hatte vier gute Übungsbäume für mich! Mit Schnittschutzhosen, Helm und Motorsäge ausgerüstet begab ich mich mit Res in den Wald. Wow, war ich nervös als ich die grosse Weisstanne vor mir sah! Er erklärte mir alles. Zuerst musste ich eine Fallkerbe schneiden. Noch etwas verkrampft blieb die Motorsäge manchmal im Spalt stecken. Res hat mir aber geholfen und jeweils die Anschnitte gemacht. Den Rückzugsort habe ich markiert und natürlich vorher mit dem Doppelmeter die Fallrichtung kontrolliert. Dann sägte ich bis ich merkte jetzt fällt der Baum. Zusammen mit Res rannte ich ein paar Schritte zurück und der Baum fiel genau dorthin, wo wir ihn haben wollten! Was für ein Gefühl! Dann kam das Entasten. Hier konnte ich selber hantieren. Res fing von oben an und ich von unten. Es machte mir mega Spass. Zwei weitere kleine Bäume fällten wir gemeinsam und am Schluss konnte ich eine kleinere Weisstanne von A - Z selber fällen. Ich bestimmte die Fallrichtung, zeichnete die Fallkerbe ein und konnte den Baum selber Fällen. Und am Schluss gab es sogar noch Lob von Res! :-) Die Arbeit ist aber anstrengen und nun begreife ich viel besser, warum Res manchmal am Abend nach einem harten Tag im Wald nicht mehr Lust hat für 100km auf dem Rennvelo oder schwere Routen zu klettern. Aber wirklich ein Traumjob, draussen in der Natur und körperlich und geistig so fest gefordert!
Dann gab es natürlich noch ein feines Fondue bei Chrigu und seiner Familie und Res sah seinen Göttibueb Fäbu wieder mal.
Heute nahmen wir es chillig und gingen nach Meiringen in den Klettergarten Schillingflueh klettern. An der Sonne war der Fels sehr warm und schön zum klettern. Nur das Sichern im Wald war recht frisch! Ein wunderschöner Klettergarten, den wir sicher wieder mal besuchen werden.

Sonntag, 23. Oktober 2011 / 18:40 Uhr


unser gemütliches z'Nacht...

ohne Worte...

Freitag, 21. Oktober 2011 / 21:48 Uhr


Bonnie and Clyde am Holzen

Gestern Nachmittag durfte ich Res bei einer Gartenholzerei in Konolfingen helfen. Res hat die Birke von oben nach unten geschnitten und ich habe jeweils die Stämme von unten her gesichert und auf den Boden gelassen!
Dabei konnte ich Res einmal bei seiner täglichen Arbeit beobachten und aktiv mitanpacken! Muss schon sagen, Res hat einen Traumjob und mir hat es mega Spass gemacht mitanpacken zu dürfen. Nur leider mit der Motorsäge durfte ich noch nicht selber hantieren, aber das kommt sicher auch noch! :-) Am Schluss mussten die meterlangen Baumstämme noch auf den Traktor transportiert werden - das gibt Muskeln! Freue mich schon sehr auf die nächsten Einsätze wo ich mithelfen darf!
Und nun ist es auch endlich richtig kalt und es wird langsam Winter. Diese Stimmung nutzen wir um wieder vermehrt mit Daunenjacke und Kappe ausgerüstet gemütlich auf unserem riesen Balkon ein gemütliches Fondue oder Raclette zum z'Nacht mit einer Flasche Weisswein zu geniessen! Und dabei den Sternenhimmel beobachten und die Kälte geniessen.... ein schönes Weekend...

Freitag, 21. Oktober 2011 / 21:31 Uhr


Downhillen in Crans Montana

Am Samstagmorgen fuhren wir in Richtung Unterwallis nach Dorenaz in einen Klettergarten. Es waren bereits einige einheimische Kletterer vor Ort, doch es verteilte sich gut und die Routen waren super schön, wir kommen sicher wieder.
Übernachtet haben wir dann in der Jugi in Sion. Wo wir ein vierer Zimmer mit zwei anderen Typen teilten. Leider schnarchte der Spanier so fest, dass wir praktsich kein Auge zugetan haben! Aber was solls.
Am Sonntagmorgen ging es weiter nach Crans Montana. Kaum zu glauben wie die Zeit vergeht, hier hat es vor fünf Jahren Anfang September am Downhillrennen zwischen Res und mir gefunkt! :-) so zu sagen kehrten wir an den Ort unserer ersten richtigen Begegnung zurück, und war ich doch seit damals auch nie mehr auf dem Downhillbike! Res fuhr auf seinem DH Bike und ich nahm sein Spezi Enduro. Zuerst fuhren wir ein paarmal die Freeridestrecke runter, bevor ich mich wieder auf die richtige Downhillpiste wagte. Res fühlte sich schnell wieder richtig wohl und er fuhr den Jungs um die Ohren. Auch mich hat es wieder richtig gepackt, nur zu gerne würde ich wieder richtig downhillen, doch ob das gut käme ist wohl eine andere Frage! Die grossen Sprünge liess ich noch bleiben, doch die kleinen gingen schon ziemlich gut! :-) downhillen verlernt man eben nie!
Wieder mal ein Adrenalin geladenes Weekend zuerst am Fels und dann beim Downhillen. Das Bild ist von meinem letzten Downhillrennen vor fünf Jahren in Crans Montana, bevor ich eine Woche später meine Schulter zertrümmerte!

Montag, 17. Oktober 2011 / 20:56 Uhr


goldiger Herbst

Die letzten Wochenenden zeigte sich der Herbst von seiner schönsten Seite. Res hatte auch seine ersten Einsätze als Aspirant und sonst verbrachten wir die Tage beim Biken im Wallis und Klettern am Felsen.
Wir kamen wieder auf den Geschmack mit dem Postauto oder Bähnli hochfahren und dann geile Singletrails runterrocken! Das Wallis ist dafür ideal. Chlöisu zeigte mir ein paar ganz geile Trails, welche ich hier natürlich nicht verraten werde! ;-)
Nun warten wir gespannt auf den ersten richtigen Schnee und wenn es nach mir ginge könnte es Anfang November richtig viel schneien und kalt werden und dann bis Ende April so bleiben! :-)

Dienstag, 11. Oktober 2011 / 21:45 Uhr


Bernina und Trail Trophy

Kaum war Res zu Hause reiste ich am 12. September für 5 Tage in den Seilschaftscoaching Kurs Bernina mit einer Gruppe von bergpunkt. Wir hatten alle fünf Tage perfekte Bedingungen und konnten viel lernen. Es war wirklich eine amüsante und sehr schöne Woche mit Remo als Bergführer und den drei weiteren Jungs! Zusammen haben wir unter anderem den Piz Bernina über den Spallagrat bestiegen und zum Schluss den Piz Palü überschritten. Da Res mir seine Landkarte auslieh, hatte ich natürlich alle Routen bereits eingezeichnet und wusste bei der Tourenplanung immer schon Bescheid! ;-) Auch sah ich wo Res eine Woche vorher seine Aspirantenprüfung ablegte! Eine wirklich traumhafte und wunderschöne Gegend! In besonderer Erinnerung bleiben mir natürlich die Poster und Bilder mit den vielen nackten Frauen in der Marco e Rosa Hütte in Italien! haha

Am Freitagabend den 16. September 2011 trafen wir uns dann auf der Lenzerheide. Wollten wir doch wieder mal an einem Freeride Event gemeinsam teilnehmen und nur noch runterbiken! Wir bezogen im Ferienhaus Raschainas ein gemütliches und sehr schönes Bed & Breakfast Zimmer! Wir haben den ganzen Sommer genug in unserem Büsli gepennt und gönnten uns für einmal dieses schöne Doppelzimmer. Patrick der Inhaber servierte uns jeden Morgen ein super leckeres und reichhaltiges Morgenbuffet mit einheimischen Produkten. Wer mal in der Lenzerheide eine wunderschöne und preiswerte Unterkunft sucht schaut am besten hier rein www.lenzerheide-raschainas.ch! Sehr zu empfehlen.
Die Trail Trophy fand zum ersten Mal auf der Lenzerheide statt. Am Samstag trafen wir unsere Kollegen Chlöisu und Hänsu und meldeten uns an. Dann kam das elende warten, irgendwie war überhaupt nichts richtig organisiert. Dann endlich ging es los und wir konnten mit einer Bahn hochfahren und mussten dann ein einigermassen technisches Abfahrtsstück auf Zeit absolvieren. Am Abend ging es dann mit einer Night Session weiter. Auch hier liess die Organisation zu wünschen übrig. Doch irgendwann kamen doch alle an die Reihe. Ich habe mich leider dabei total verfahren und musste dann alles wieder hochlaufen und verlor unendlich Zeit und gab auch nicht mehr Gas. Res war mit seinem schweren Bike da auch eher benachteiligt. Unsere beiden Führungspositionen waren dann wieder weg! Naja, auch egal!
Dann am Sonntag regnete es in Strömen und es wurde kühler. Die Strecke wurde massiv gekürzt und es musste nur eine einfache und kurze Strecke absolviert werden, es ging mehr hoch als runter! Ich konnte dabei die Führung wieder übernehmen.
Den Rest des Tages verbrachten wir in unserem gemütlichen Zimmer und beim Käffele mit Chlöisu und Hänsu! Am Abend war dann ein feines Bündner Buffet auf dem Programm. Da nicht wirklich viel los war, gingen wir bereits früh wieder nach Hause. Es hatte bereits ca. 10cm geschneit und wir kamen mit dem Auto fast nicht mehr bis zu unserer Unterkunft.
Am Montagmorgen als wir die Storen hochliessen, die Überraschung. Draussen schneite es und es lag bereits 30cm Neuschnee! Für mich war sofort klar, dass ich so nicht weitermachen werde. Ich sah auch keinen Sinn mehr darin. Da Chlöisu vor Hänsu in Führung lag und Res an fünfter Stelle, und es auch eine Teamwertung gab wollten die Jungs natürlich unbedingt antreten. Niemand wusste wie es weitergeht und sau viele Fahrer gaben ihre Chips ab. Auch ich wollte meinen Chip abgeben, weil in Schnee biken macht für mich überhaupt keinen Sinn. Erstens bin ich noch nie in meinem Leben im Schnee biken gegangen und zweitens mache ich Wettkämpfe nur aus absolutem Spass und Lust, und der Schnee glustete mich mehr zum Skifahren als irgendetwas anderes. Weil die Jungs aber so an mir rumnörgelten stieg ich wiederwillig und völlig demotiviert in die Bikemontur. Die Strecke war auch völlig beschissen, dieselbe wie am Tag vorher. Wie einfalsreich und wieder nichts technisches und keine geile Abfahrt. Dementsprechend schlecht fuhr ich auch, und ich kämpfte auch gar nicht mehr. Dafür legte Res noch eine Bestzeit hin und verbesserte sich auf den 4. Schlussrang. Chlöisu gewann das Rennen klar vor Hänsu und Res wurde vierter. Das hiess, die Teamwertung des Teams spitznagel.ch ging klar und überlegen an die drei Jungs! Gratulation!
Nichts destotrotz waren es wunderschöne drei Tage zusammen mit Res. Konnten wir uns doch mal so richtig erholen und verwöhnen lassen und drei tolle Tage auf der Lenzerheide zusammen erleben.

Dienstag, 20. September 2011 / 20:31 Uhr


10. September 2011: X-Terra Switzerland

Aspirant Res ist gesund und natürlich überglücklich wieder zu Hause in Konolfingen angekommen. Natürlich haben wir das Erreichte zusammen ausgiebig gefeiert.
Gestern begleitete er mich und Nicole ans X-Terra in Prangins in der Nähe von Genf. Ein X-Terra besteht aus 1.5km schwimmen im See, 35km Mountainbike und am Schluss noch 11km joggen. Für mich ein erster solcher Anlass und wieder einmal war ich froh, Res als Supporter dabei zu haben, sonst hätte ich doch tatsächlich wieder nicht alles dabei gehabt! ;-) Als wir vor Ort ankamen war es bereits sehr heiss. Ich wollte meine Startnummer abholen, da wurde mir erklärt ich muss zuerst eine Lizenz lösen! CHF 30.00 musste ich zusätzlich zum Startgeld von CHF 120.00 bezahlen. Eine reine Geldmacherei für den Triathlonverband. Aber aufregen nutzte nichts! Dann richtete ich zusammen mit Nicole die Wechselzone ein. Zum Glück konnte ich bei ihr als erfahrene Triathletin abschauen und mir noch Tipps holen. Ich hatte echt keinen Schimmer!
Dann um 14.00 Uhr endlich der Startschuss. Klug wie ich bin, habe ich mich natürlich zu hinderst eingereiht und schwamm immer ganz links weit um die Bojen rum! So hatte ich nie Probleme mit anderen Schwimmern und ich konnte es richtig geniessen. Schwimmen wird nebst zum Biken zu meiner Lieblingsdisziplin, ich liebe es einfach im See zu schwadern! Bereits nach 30 Minuten war ich in der Wechselzone und Res jubelte mir entgegen. Es standen noch sehr viele Bikes in der Wechselzone, wow dachte ich nur. Als ich mit dem Bike Richtung Ausgang rannte sah ich Nicole am Neopren abziehen, da wurde mir fast drümmlig, was das kann doch nicht sein, ich war sogar etwas schneller als Nicole. Sie ist sonst eine sehr schnelle Schwimmerin!
Und auf gings! Meine Beine waren am Anfang noch recht schlapp vom Schwimmen und es gab keine Zeit zum erholen. Die Bikestrecke war voll von Singletrails und ruppigen Graspassagen wo ich mit meinem Hardtail praktisch immer stehend fahren musste, weil es so geholpert und geschlagen hat! Und dann die Flussdurchquerungen, richtig amüsant. Zum Teil stand ich bis zur Hüfte im Wasser! Nur überholen konnte man praktisch nie auf den Singletrails und ich musste in der Schlange anstehen. Diese metrosexuellen Männer mit rasierten und geölten Beinen und ihrem schrecklich engen Einteiler konnten einfach nicht biken. Da sieht man dass Triathleten normalerweise nur auf breiten Teerstrassen und dem Ergolenker unterwegs sind. Doch auch hier nutzte sich aufzuregen reichlich wenig! Ich genoss die Singletrails und hatte einfach Spass! Ein paar mal startete ich Überhohlmanöver, die aber nur unnötig Kraft kosteten. Doch einige Frauen konnte ich ein- und überholen! Dann gegen Ende der zweiten Runde kam plötzlich wieder das schreckliche Stechen auf der rechten Seite unter den Rippen, dazu wurde mir kotzschlecht und drümlig! Das hiess einen Gang runterschalten und versuchen viel zu trinken und etwas zu essen.
Dann endlich in der Wechselzone und ab auf meine Hassdisziplin. Res feuerte mich an und ich gab ihm noch kurz ein Küssli, das musste sein! Dann das Stechen wurde beim Laufen abartig schlimm und mir war so was von schlecht. Die erste Runde verbrachte ich fast nur laufend, ich konnte nicht joggen. Ich wollte aufgeben, doch irgendwie lies es mein Kopf nicht zu. All die Frauen die ich auf dem Bike so gut überholte joggten an mir vorbei wie Rehli, das gab mir immer wieder einen Stich und ich hätte heulen können. Dieses blöde stechen, warum hab ich das immer??? Dann das unglaublich, ein paar Männer die mich überholten feuerten mich an und klappsten mir auf den Hintern, also sowas gibts wohl wirklich nur im Triathlon?? Schrecklich!
Ich nahm dan ein bisschen Gel zu mir und viel Wasser. Nach der ersten Runde joggte Res kurz mit mir und ich wusste, ich muss es durchziehen nur schon ihm zu Liebe. Dann plötzlich lösste sich der Krampf und ich konnte die zweite Runde alles joggen und gegen Ende mit dem Tempo noch zulegen und zum ersten Mal ein paar überholen!! :-) was für ein Gefühl! Überglücklich kam ich dann im Ziel an und ich war so unglaublich happy, dass ich meinen Gring bezwingen konnte und es bis am Schluss durchgezogen habe. Nun freue ich mich auf eine Woche Bergsteigen im Berninagebiet!

Sonntag, 11. September 2011 / 08:04 Uhr


8. Sept. 2011: Res hats gepackt!!

Res hat heute das Sommermodul 1 erfolgreich abgeschlossen und ist ab sofort Bergführer Aspirant! Was für ein Tag! So geil!

Donnerstag, 8. September 2011 / 14:58 Uhr


29. August 2011: Biketag Niesen

Was für ein Privileg! Mit der Bahn zweimal auf den Niesen und mit dem Bike den Wanderweg runter Richtung Wimmis! Das ist Spass pur und geht nur mit absolut Bike!

Freitag, 2. September 2011 / 14:02 Uhr


Pässe....

Res ist seit letzem Dienstag wieder mal für 2.5 Wochen in den Bergen unterwegs. Er absolviert gerade das Sommer 1 Modul im Berninagebiet.
Deshalb entschied ich mich gestern mit dem Velo meine Kollegin Isa in Rothenthurm besuchen zu gehen. Ich machte mich um 9.00 Uhr auf und da war in Konolfingen noch blauer Himmel, nur relativ frisch. Ich fuhr die S2 Strecke Richtung Langnau und schrieb meiner Kollegin Conny viele Grüsse mit Kreide auf den Boden, sie ist als Single gestartet. Auf der Moosegg wartete ich dann auf sie und feuerte sie an! War speziell, mal als Zuschauer an der S2 Challenge dabei zu sein, ich feuerte alle Rennvelofahrer an und sah viele bekannte Gesichter! Plötzlich wurde es dunkel und fing in Strömen an zu Regnen. Ich zog alles an, was ich dabei hatte, fror aber erbärmlich. Weil es Richtung Osten überhaupt nicht gut aussah fuhr ich über Langnau retour nach Konolfingen. Nahm sofort eine heisse Dusche. Anschliessend ging ich mit dem Zug und Velo nach Rothenthurm, ich bin ja zum Glück nur Hobbysportler und muss bei solchen Bedingungen nicht aufs Velo! ;-)
Heute Morgen früh startete ich dann von Rothenthurm mit dem Rennvelo Richtung Wassen. Dort entschied ich mich nicht direkt über den Susten nach Hause zu fahren, sondern noch nach Andermatt und weiter über den Furka bis auf die Grimsel. Ich merkte, dass ich seit langem nie mehr lange auf dem Rennvelo war und schon gar nicht in den Höger! Jänu ich fuhr meinen Rhythmus. Nur der viele Verkehr machte mir zu schaffen. Also wenn ich Bundesrat wäre, würde ich als erstes sofort alle Alpenpässe für den privaten motorisierten Verkehr komplett sperren! Nur noch Postautos, dafür mehrere auch früh am Morgen für alle Kletterer und Bergsteiger und natürlich Velofahrer und Pferdekutschen dürften über die Pässe! Unvorstellbar, dass in einem modernen Land wie der Schweiz nichts gegen diese unnötige Umweltverschmutzung getan wird. Ich nervte mich abartig ab diesen doofen Sonntagsfahrern in ihren aufgepimpten Autos und den lärmenden Töffs! So was von sinnlos. Wir könnten mit einer solchen Massnahme unserer Natur und Umwelt ein riesen Geschenk machen. Wenn diese Leute an einem so schönen Sonntag schon nichts besseres zu tun haben, also die gute Alpenluft zu verpesten, dann sollen die doch lieber arbeiten gehen! Ich kanns immer noch kaum fassen! Die meisten Sonntagsfahrer haben dazu noch einen fetten Ranzen, essen oben auf dem Pass Schnitzel Pommes, dazu eine Cola und wundern sich warum sie immer fetter werden. Denen würde das Velofahren sowieso gut tun! So schluss....
Ja ich fuhr dann noch bis Interlaken und ab dem Grimselpass tat mir der Rücken vom Rucksack und der langen Fahrt so höllisch weh, dass ich in Interlaken in den Zug stieg und bis Konolfingen fuhr. Gab aber bestimmt trotzdem einige Kilometer und Höhenmeter. Nun freue ich mich aufs Bett und morgen gehts mit dem Bike zweimal den Niesen runter! :-)

Sonntag, 28. August 2011 / 19:51 Uhr


Inferno Triathlon, 20. August 2011

Gestern startete ich in einem Frauenteam am Inferno Triathlon im Berner Oberland. Ich war seit dem Gigathlon zwar erst wieder zwei Mal auf dem Velo, irgendwie hatte ich keine Motivation mehr fürs Training und liess es deshalb auch bleiben.
Weil ich meiner Cousine Mone aber bereits im April für das Frauenteam zugesagt hatte, konnte ich ja jetzt nicht kneifen. Ich nahm mir vor die Woche vorher mind. noch einmal aufs Rennvelo zu gehen, doch es blieb beim Vorhaben! Das Klettern und Schwimmen hat mich dann doch lieber gereizt!
Gestern morgen früh war es dann soweit um 4.30 Uhr klingelte mein Wecker. Ein kurzes und schnelles Frühstück musste rein und dann mit dem Bike nach Rubigen, wo mich meine Teamgspändli aufluden. Zusammen ging es nach Thun zum Strandbad. Die Läuferin Doris und ich wollten mit dem Schiff nach Oberhofen starten, dann sahen wir so viele Schwimmer an Bord, irgendwie komisch. Erst nach einiger Zeit bekamen wir mit, dass das Schwimmen wegen zu starkem Wind und grossem Wellengang abgesagt wurde. Also zurück zu unserer Schwimmerin und mit ihr rüber nach Oberhofen, wo wir den Chip an Mone übergaben. Um 8.00 Uhr war Massenstart auf dem Rennvelo für alle Teams.
Wir fuhren mit dem Auto nach Grindelwald, wo ich dann als zweite mit dem Bike an die Reihe kam. Wir waren bereits früh oben und ab nun galt es warten, warten und nochmals warten. Das ist das Schlimme an solchen Events im Team, das Warten. So stieg dann auch die Nervosität und ich war gespannt was ich nach so einer langen Pause noch leisten kann?? Ein bisschen mit einem komischen Gefühl beobachtete ich all die Singles in der Wechselzone, irgendwie hätte es mich halt doch auch gegluschtet, aber ich bin momentan einfach nicht fit genug für solche Abenteuer.
Dann nach ca. 4h und 25 Minuten kam meine Cousine Mone in die Wechselzone, sie hatte leider mit Krämpfen zu kämpfen und konnte deshalb nicht alles geben. Nun galt es ernst und ich rannte mit dem Bike aus der Wechselzone über die Brücke und weg war ich. Zuerst kam ein kleiner Singletrail wo ich bereits waghalsig ein paar Singles überholte. Dann kam die Steigung auf einer Teerstrasse. In der mittleren Scheibe drückte ich nach oben. Nun war ich mal in der tollen Situation Biker um Biker überholen zu können -wow was für ein Flow! Aber die meisten waren ja Single und Couples und sonst auch ein paar Teamfahrer! Ich fühlte mich super, obwohl die Sonne abartig auf den Teer zündete und ich fast überhizte! Weil ich vor dem Start etwa 3L Wasser getrunken hatte musste ich zweimal kurz in die Büsche und die Blase leeren, ansonsten konnte ich mein Tempo durchziehen und schon bald war ich auf der kleinen Scheidegg. Dann gings runter, leider eine absolut doofe und langweilige Bikestrecke. Die Abfahrt war alles auf breiten Kiesstrassen, nur ein ca. 200m langer Singletrail und dort waren doch tatsächlich alle am Bike stossen! Ich konnte es kaum fassen und es machte mich richtig aggressiv, weil die nicht mal anständig aus dem Weg stehen konnten, wenn sie schon nicht wissen für was ein Bike eigentlich da ist! jänu... Vielleicht täte dem Inferno OK mal ein richtiger Biker gut, von der kleinen Scheidegg runter gibts doch bestimmt viele geile Singletrails! Aber aufregen nuzte nichts, da musste ich nun durch. Von Lauterbrunnen ging es dann noch im Gegenwind auf der Teerstrasse 6km bis in die Wechselzone. Ich denke das nächste Mal starte ich mit dem Quervelo, also ein Bike braucht man da wirklich nicht! Trotzdem konnte ich mein Ziel erreichen und den Chip nach 1h und 58 Minuten übergeben! Eine ganz ordendliche Leistung für mich nach so langer Pause und das erste Mal seit langem, konnte ich wieder recht Gas geben, ohne dass es mir gleich wieder übel wird!
In Mürren errichten wird dann das Ziel als 8. Frauenteam von 18 insgesamt! Oben genossen wir noch das herrliche Sommerwetter und die traumhafte Aussicht auf die schönen Berge im Berner Oberland, welche in meinem Bauch wieder Schmetterlingsgefühle auslösten, nur zu gerne wäre ich gleich auf einen der Berge gestiegen!

Sonntag, 21. August 2011 / 07:15 Uhr


Gspaltenhorn, 13. August 2011

Da es nun nur noch 10 Tage dauert bis Res mit dem zwei wöchigen Aspiranten Kurs startet, stand ich ihm am Samstag als Gast für eine Kletterlastige Hochtour als Gast zur Verfügung! Er konnte nochmals die ganze Seilhandhabung, gehen am kurzen Seil über Felsgrate etc. üben.
Am Freitagabend um 22.00 Uhr entschlossen wir uns das Gspaltenhorn am Samstag zu besteigen. Also hiess es kurz alles einpacken und unseren Scudo für die Nacht klarmachen. Kurz vor 24.00 Uhr erreichten wier die Griesalp. Wir legten uns sofort auf die Ohren, denn bereits um 3.00 Uhr war Tagwache! Nach einer kurzen aber guten Nacht machten wir uns am Samstagmorgen um 3.30 Uhr von der Griesalp zu Fuss auf.
Zuerst folgten wir mit Stirnlampe den Wanderwegen und genossen dabei den Vollmond und Res sah sogar noch eine Sternschnuppe. Nach zwei Stunden um 5.30 Uhr erreichten wir die Gspaltenhornhütte, wir sahen weitere Seilschaften, welche sich von der Hütte aufgemacht haben. Als wir nach einer weiteren Stunde den Bütlassensattel erreicht haben, haben wir bereits zwei Seilschaften, welche von der Hütte aus gestartet sind überholt! Obwohl wir eigentlich gar nicht so rassig unterwegs waren! ;-)
Nun hiess es kurz etwas essen und trinken, Klettergurt montieren, anseilen und Seil verkürzen. Der Grat war wirklich sehr schön, es hatte viele schöne Kletterstellen. Leider waren zum Teil etwas viele Fixseile montiert, was das ganze etwas unnatürlicher aussehen liess. Aber ich muss zugeben, ab und zu habe ich doch an ein Fixseil gegriffen, irgendwie konnte ich dem Gluscht nicht widerstehen. :-(
Res führte mich suverän, diffig und sicher auf den Gipfel. Und schon um 8.30 Uhr standen wir auf dem Top. Die Aussicht war mega schön und ich sah den Mönch und die Jungfrau, wo ich vor einigen Tagen auch noch oben war! Res hielt nach anderen Touren Ausschau und zeigte mir ein paar Grate etc. die wir auch noch machen werden.
Nach dem Abstieg machten wir noch einen Abstecher in die Gspaltenhornhütte wo wir mit einem Bier und Cola auf die erfolgreiche Besteigung anstossen konnten.
In Faulensee gönnten wir uns anschliessend noch ein Schwumm im kühlen Thunersee wo wir den Tag gemütliche ausklingen lassen konnten.

Sonntag, 14. August 2011 / 19:38 Uhr


Mönch - Fiescherhorn - Jungfrau

Vom 30. Juli - 2. August war ich mit einer Gruppe von bergpunkt und dem Bergführer Tinu im Kurs Seilschaftscoaching 2 in den Bergen unterwegs. Am Samstag trafen wir uns auf der kleinen Scheidegg. Als Eingehrunde absolvierten wir den Klettersteig am Rotstock am kurzen Seil in Zweierseilschaften.
Am Sonntagmorgen nahmen wir das erste Bähnli von der kleinen Scheidegg auf das Jungfraujoch. Strahlend blauer Himmel und warme Temperaturen erwartete uns. Oben angekommen beschlossen wir den Mönch via Westgrat zu besteigen. Mario und ich bildeten eine Seilschaft. Mario führte zum Glück die ganze Zeit. Tinu schloss sich immer einer der beiden Seilschaften an und unterstützte uns bei der Routenwahl etc.
Am 1. August hiess es bereits um 3.00 Uhr Tagwache. Mit Stirnlampe machten wir uns auf den Weg Richtung Gross Fiescherhorn, wobei ich die Seilschaft mit Mario und Tinu führen durfte. Zuerst über Gletscher und dann über den Walchergrat auf steilen Firnfeldern ging es Richtung Gipfel. Am Schluss folgten noch zwei kurze, sehr schmale Firngrate, wo es auf beiden Seiten hunderte Meter steil nach unten ging. Da hatte ich noch etwas Mühe und konnte nur ganz langsam gehen. Doch mit der Übung kommt dann auch das Vertrauen.
Anschliessend folgte noch das Walcherhorn, wo wir noch diverse Übungen zu Spaltenrettung etc. machten.
Heute morgen war wieder um 3.00 Uhr Tagwache und wir nahmen unser letztes Ziel, die Jungfrau in Angriff. Mit Stirnlampe folgten wir den Spuren. Zuerst ging es kurz über Felsen mit einfacher Kletterei, anschliessend folgte ein langer Firngrat und kurz vor dem Rottalsattel musste eine grosse Wächte bezwungen werden. Zum Glück hatte es aber eine super Spur und es war kein Problem. Ich war wieder mit Mario am Seil und führte ihn auf die Jungfrau. Obwohl es auf dem letzten Stück sehr ausgesetzt war hatte ich keine Mühe und konnte Mario gut nach oben führen. Leider findet diese Woche noch das 150 Jahr Jubiläum der Jungfrau statt, dementsprechend viele Leute waren unterwegs. Ich war sau froh, als wir um 10.00 Uhr heil und ganz wieder auf dem Jungfraujoch angekommen sind. Die vielen Leute haben mir echt Angst gemacht, vorallem weil gewisse Personen auf diesem letzten ausgesetzten Grat doch tatsächlich am langen Seil unterwegs waren, und dieses zusätzlich noch schlapp hängen liessen.
Wir waren eine super Gruppe und hatten es auf den Touren und auch in den Hütten immer sehr lustig und zum Glück konnten wir die drei Gipfel bei perfekten Bedingungen und Sonnenschein pur erreichen!

Dienstag, 2. August 2011 / 18:44 Uhr


Sommerferien

Letzten Samstag starteten wir in unsere wohlverdienten Sommerferien. Weil das Wetter in den letzten Wochen recht verrückt spielte haben wir auch nichts gross geplant. Unser Hotel Scudo packten wir mit unserer Kletter und Bergausrüstung. Am Samstagmorgen entschieden wir uns kurzerhand ins Wallis zu fahren. Als wir in Goppenstein aus dem Tunnel kamen, zeigte sich seit langem wieder mal die Sonne und es war gar nicht mehr so garstig kalt. Weiter gings Richtung Unterwallis in einen Klettergarten. Leider waren die Routen bereits recht speckig. Doch Hauptsache Res kam zu seinem Klettertraining, was ja der Hauptgrund unserer Ferien war. Nach dem Klettern fuhren wir wieder Richtung Oberwallis auf der Suche nach einem schönen Übernachtungsplatz. Unterwegs sahen wir noch einen gemütlichen Baggersee, wo ich noch meine Runden schwimmen konnte. Das Schwimmen im offenen Gewässer hat es mir angetan. Mein Neopren ist nun immer mit dabei. Res studierte in der Zwischenzeit die Führer und machte sich Gedanken für die nächsten Tage.
Die Nacht verbrachten wir in Steg neben einer Kuhweide in unserem gemütlichen Hotel Scudo. Die ganze Nacht prasselte Regen auf unser Hoteldach. Mitten in der Nacht hörten wir sogar noch die Feuerwehr, diese musste wohl überflutete Keller auspumpen, so stark hat es geregnet. Der Sonntagmorgen war feucht und kalt. Wir wussten nicht recht ob wir ins Tessin fahren oder im Wallis bleiben sollen? Nach einigem Hin- und Her gingen wir in Naters in einen Klettergarten. Am frühen Nachmittag nahmen wir dann das Postauto auf den Simplonpass. Von dort ging es zu Fuss in knapp 4h bis ins Biwak Fletschhorn. Oben angekommen blies ein fieser kalter und starker Wind. Zum Glück hatten wir das Biwak aber ganz für uns alleine. Eingemummelt in meine Daunenjacke, Kappe, Handschuhe und Wolldecke kochten wir uns ein feines Risotto. Zum Dessert gab es OVO Schoggi! Miam miam.
Meine erste Nacht im Biwak war für mich ganz speziell. Ich schlief zwar überhaupt nicht, drehte mich ständig auf dieser unbequemen Matraze hin und her und keine Lage war bequem. Zum Glück hatte ich aber angenehm warm und musste nicht frieren. Also lauschte ich dem Wind, manchmal hatten wir das Gefühl, dass der Wind das Biwak aus der Verankerung reisst. Um 3.20 Uhr hielt ich es nicht mehr aus und stand auf. Ein kurzes Frühstück mit einem Stück Brot und Käse sollte für den Tag reichen. Kurz nach 4.00 Uhr machten wir uns auf den Weg Richtung Fletschhorn. Den ersten Teil über den Gletscher durfte ich führen und uns den besten Weg suchen. Das hat Spass gemacht. Auf dem Sattel, als es in den Hohlaubgrat ging übernahm Res die Führung. Er machte das super, die ganze Seilhandhabung und wie er mich immer sicherte. Ich hatte Freude ihm zuzuschauen und war natürlich super glücklich mich in so guten Händen zu wissen. Der Grat war eisig und verschneit, wir fanden aber einen super Weg und waren schon bald oben auf dem letzten Firnfeld wo noch eine Wächte bezwungen werden musste. Phuu war ich froh, dass Res hier vorging und mich dann nachsicherte. Oben auf dem Gletscher sahen wir dann seit langem wieder die ersten Menschen. Es hatte in paar Seilschaften, welche über den Normalweg auf das Fletschhorn kamen. Eigentlich hatten wir vor noch über den Nordgrat auf das Lagginhorn zu steigen. Doch der Grat war mega vereist und verschneit und wir beide doch schon etwas müde nach einer schlaflosen Nacht im Biwak. Auch ein Bergführer den wir oben trafen hatte noch den Nordgrat geplant, liess es aber dann auch bleiben, zu gefährlich. Über die Normalroute erreichten wir die Weissmieshütte, wo wir uns ein Stück Früchtekuchen und eine Cola gönnten. Endlich wieder was zu essen! ;-) Wir hätten gerne noch mehr Hochtouren gemacht, doch auf einfaches Gletschergewackel hatten wir beide keine Lust und die Grate waren einfach zu vereist und voller Schnee. Deshalb machten wir uns kurzerhand wieder auf den Abstieg nach Brig. In Brig angekommen gönnten wir uns eine Pizza und ein grosses Bier! Dann fuhren wir noch auf den Nufenenpass wo wir die Abendsonne genossen und mit einem super Panorama aus unserem Büsli die Nacht geniessen konnte. Wir schliefen natürlich sofort ein. Wow tat das gut wieder so richtig gut schlafen zu können! Das Frühstück am Dienstagmorgen auf dem Nufenenpass machte uns zu richtigen Campern, das muss man doch einfach mal gemacht haben, auf einem Schweizerpass campen! ;-)
Und weiter gings Richtung Tessin durch das schöne Bedrettotal. Nun weiss ich endlich wie das Hotel All Acqua ausschaut, habe ich dort doch schon mehrmals für bergpunkt Zimmer reserviert. Echt schön, da will ich unbedingt auch mal auf Skitouren gehen. In Sobrio fanden wir einen wunderschönen Klettergarten mit Routen von 4a - 8a! Natürlich überliessen wir die 8a gerne den echten Freaks. Der Fels war sehr schön, aber die Routen knallhart! Nach 5h klettern taten uns die Finger weh und zurück ging es zu unserem Auto. Wieder waren wir unschlüssig wie es weitergehen soll, da für den nächsten Tag nicht super Wetter angesagt war.
Warum nicht einfach eine Wanderung machen?! Wenn das Wetter nicht will, kann es ja auch mal etwas gemütliches sein. Also fuhren wir nach Locarno. Wir wollten uns dort auf einem Campingplatz niederlassen um wieder mal eine Dusche und ein normales WC geniessen zu können. Doch die Campingplätze waren überfüllt, den einzigen Platz den wir fanden hätte 70 Franken pro Person und Nacht gekostet, da hat es uns fast die Sprache verschlagen. Also sowas nicht mit uns. Wir stellen unser Büsli dann irgendwo in der Nähe von Ponte Brolla auf einen Parkplatz, wo bereits andere Büsli standen. Dann mitten in der Nacht rissen uns pubertierende Jungs aus dem Schlaf, die meinten die Welt gehöre ihnen. Aus ihrem Golf dröhnte irgendso ein Scheiss Lied, der Bass war so stark, dass sogar unser Büsli vibrierte. Wir dachten uns durchhalten und nichts sagen, sonst hätten die extra noch viel doofer getan. Irgendwann um 3 Uhr morgens waren die alle dann so besoffen und schliefen endlich ein. Wir dachten nur kein Wunder kann man viele junge Leute heutzutage nicht mehr gebrauchen. Dann doch lieber wieder eine kalte Nacht in einem Biwak als solche Jugendliche. Am Morgen lagen dann überall leere Bierdosen herum. Die Bananenschale habe ich ihnen dann auf den Golf geschmissen! :-)
Als wir am Frühstücken waren kam dann ein Gemeindearbeiter vorbei und wir mussten eine Busse von CHF 50.00 bezahlen. Campen sei hier verboten. Auch wenn alle Campingplätze überfüllt sind! jaja wir konnten sogar auswählen von CHF 50.00 direkt zu bezahlen oder dann eine Busse von CHF 200.00! Extra für Sie Rabatt meinte er in gebrochenem Deutsch. Die anderen Camper haben natürlich alle noch geschlafen. Er hatte keine Scheu und schüttelte solange an den Camper bis jeder wach war! Amüsant! Eine teure Nacht war das!
Um 8.00 Uhr machten wir uns zu Fuss auf. Es war mega tüppig und heiss. Und schon bald fing es an in Strömen zu regnen. Nach 5h wandern waren wir pflotschnass. Jetzt war endlich eine Dusche bitternötig. Weiter gings ins Lido Hallenbad in Locarno. Dieses war wegen dem schlechten Wetter natürlich mehr als voll. Frisch geduscht und nach ein paar längen Schwimmen ging es weiter ins Maggiatal. Bei einem Bauernhaus fanden wir eine Übernachtungsmöglichkeit mit schlafen im Stroh! Mal was ganz anderes - aber eine tolle Idee.
Den Donnerstag verbrachten wir beim Klettern in Pointe Brolla und anschliessend noch beim Schwimmen im Schnee. Dann am Abend machten wir uns durchs Centovalli über den Simplon zurück nach Hause. So konnten wir dem Stau vor dem Gotthard aus dem Weg gehen und waren so ohne gross die Nerven zu strapazieren nach 4 Stunden zu Hause. Heute hiess es waschen, aufräumen und einkaufen und wieder mal auf eine Rennvelotour. Morgen geht es für uns beide in den Bergen weiter. Res geht mit seinem Kollegen Lars für drei Tage ins Bündnerland ein paar Mehrseillängenrouten klettern und ich gehe für vier Tage mit bergpunkt in einen Seilschaftscoaching Kurs Mönch - Fiescherhhorn - Jungfrau!
Wir wünschen allen einen tollen 1. August und bis zum nächsten Mal.

Freitag, 29. Juli 2011 / 17:57 Uhr


Klettern, klettern und nochmals klettern...

Die letzten beiden Wochenenden verbrachten wir beim Klettern. Res unterstützte mich im Training auf den Gigathlon und nun unterstütze ich ihn im Training für die Kletterprüfung, welche er anlässlich seiner Bergführerausbildung, Anfang September abzulegen hat.
Am 9. Juli machten wir uns auf nach Charmey. Es war brütend heiss und der Fels war natürlich der Sonne zugerichtet, was das klettern noch erschwerte. Dafür hatten wir den gesamten Klettergarten für uns alleine und konnten Route um Route klettern. Wir spornten uns gegenseitig an und ich musste feststellen, dass Res nun eindeutig um einiges besser klettert als ich. Natürlich freut es mich extrem für ihn, dass er so grosse Fortschritte gemacht hat und mich spornt es an, auch wieder mehr zu trainieren. Am Sonntag gingen wir ans Niederhorn im Diemtigtal, eine Mehrseillängenroute klettern. Es war recht plattig und ich hatte grosse Mühe und Res musste alle Seillängen vorsteigen. Kurz bevor das Gewitter kam und es in Strömen anfing zu regnen, waren wir wieder unten beim Einstieg und konnten uns gerade noch ins Trockene retten und nach Hause fahren. Wieder mal gut aufgegangen.

Nun am vergangenen Weekend stand wieder klettern auf dem Programm. Am Freitagabend waren wir noch bei meiner Kollegin Agnes zur Hochzeit eingeladen. Ein richtig chilliger Abend in Faulensee beim Blue Turtle am See, so machen Hochzeiten Spass! Zum Glück hatten wir unser Auto direkt beim See parkiert und konnten uns also nach der Hochzeit direkt ins Auto legen und einschlafen. Am Samstagmorgen, nach einem gemütlichen Frühstück am See gings Richtung Grimsel. Res hatte eine Mehrseillängenroute geplant. Bereits der Zustieg hatte es in sich. Zwei recht steile Schneefelder mussten überquert und jeweils ab- und aufgestiegen werden. Ich konnte von der grossen Erfahrung von Res profitieren und er behandelte mich wie einen Gast, Achtung Eis, Stufenschlagen etc.! Und am Schluss gabs sogar noch ein Seilbähnli für mich. Leider war die Route dann wirklich viel zu schwer für mich, da es fast reine Plattenkletterei war. Also brachen wir die Übung ab und gingen in einen Klettergarten wo ich mich an einfacheren Routen an das Plattenklettern gewöhnen konnte und Res absolvierte die Routen dann mit den schweren Bergschuhen, als Übung. So hatten beide etwas davon.
Die Nacht verbrachten wir in unserem Büsli in der Nähe der Gelmerbahn. Der nächliche Besucher, ein kleiner frecher Fuchs, der unseren Abfall durchstöberte riss uns mitten in der Nacht aus unserem Schlaf. Am Sonntagmorgen war der Himmer bereits etwas verhangen, doch dank der Fönlage war es noch trocken und wir konnten im Freien z'mörgele, bevor es nach Interlaken Neuhaus in den Klettergarten ging. Kaum angekommen fing es an zu tröpfeln. Doch zum Glück sind die Routen durch Bäume geschüzt und wir konnten viele Routen trotz Regen gut klettern. Nun sind wir innerhalb von 9 Tagen 6 Mal geklettert, dementsprechend fest schmerzen unsere Finger. Nun haben wir eine Woche Zeit uns zu erholen, bevor es am 23. Juli für eine Woche wieder in die Berge geht. Hoffentlich spielt dann das Wetter mit!

Montag, 18. Juli 2011 / 11:18 Uhr


Gigathlon - Sonntag

Sonntag, 3. Juli 2011:
Tagwache um 3.30 Uhr. Und wieder war mir kotzübel, am liebsten wäre ich liegengeblieben. Beim Morgenessen brachte ich keinen Bissen runter, nur Baby Bell Käse konnte ich essen. Der Start war um 5.00 Uhr mit dem Bike. Mein Beine fühlten sich gut, aber einfach dieses üble Gefühl im Magen. Aber mit Erbrechen war immer noch nichts. Dann kam es hart auf hart. Mein Beine wollten und es war wieder mal meine Steigung, ich konnte wirklich Druck geben. Doch es war mir so schlecht und immer wieder diese Krämpfe auf der rechten Seite und Schwindelattacken. Auf dem Torrenthorn rief ich das erste Mal Res an und ich konnte nur noch weinen. Ich wollte weiter - aber mein Körper sagte nein. Ich kämpfte mich weiter, doch es wurde kriminell, in der ersten kürzeren Abfahrt merkte ich, wie ich mich nicht mehr konzentrieren konnte, ich schlotterte am ganzen Körper - es wurde gefährlich. Ich fuhr bis kurz vor der ersten Verpflegung. Dort gab mir ein Streckenposten seine warme Jacke und ich legte mich an die Sonne. Ein Arzt auf dem Bike kam vorbei und checkte mich. Blutzucker etc. alles stimmte. Er meinte dann ich solle mal meine Leber untersuchen lassen. Ich wartete noch bis mein Bruder Friedrich, als erstes 5er Team auf dem Bike vorbeihuschte. Dann machte ich mich auf die lange Abfahrt ins Tal. Unten in Susten kamen mich meine Eltern und meine Schwester abholen und brachten mich zu Res nach Turtmann. Natürlich war ich sehr enttäuscht und unzufrieden mit mir. Doch ich habe es versucht, ich habe gebissen, wie ich es vorher noch nie in meinem Leben gemacht habe. Ich habe meinen inneren Schweinehund überwunden. Und die Leistung am Schluss des Tages gestern auf dem Bike, hat mir gezeigt was ich könnte wenn mir der Magen nicht so zu schaffen gemacht hätte! Vielleicht hätte ich schon viel früher auf diese Zeichen hören sollen. Res erinnerte mich auf ein paar Skitouren diesen Winter wo ich auch wegen Schwindelattacken etc. fast nicht mehr hochkam. Aber ich war ja schon beim Arzt aber der hat damals nur gemeint ich sei gesund. Jänu, jetzt habe ich einen Hinweis bezüglich Leber, vielleicht lasse ich das nun mal untersuchen. Doch zuerst erhole ich mich und widme meine Freizeit lieber wieder vermehrt dem Klettern und Bergsteigen, schliesslich fängt da die Saison nun erst richtig an!
Danke an all die Leute die mich unterwegs motiviert und angespornt haben. Res für seine unglaubliche Leistung und Motivation, ohne ihn hätte ich es nie bis nach Leukerbad geschafft. Meiner Familie für das Anfeuern und trösten. René für das pimpen meiner Inlines, und all meinen Freunden die mich unterstüzt haben.
Natürlich herzliche Gratulation meinem Bruder zum zweiten Rang der 5er Team und Gabi zum Sieg bei den Couple! Und all denen, die diese zwei Tage gemeistert haben, ob alleine im Couple oder im 5er Team!

Montag, 4. Juli 2011 / 11:05 Uhr


Gigathlon 2011 - Freitag und Samstag

Die Enttäuschung über das eigene Versagen sitzt noch tief, doch der Reihe nach.
Nach dem Sturz am letzten Gigathlon habe ich mir vorgenommen, das Jahr zu nehmen wie es kommt und nicht nur den Gigathlon als Ziel vor Augen zu haben. Denn es kann ja so viel passieren. Eine Woche vor dem Start kam dann doch plötzlich Nervosität auf, vorallem als es ums Packen und planen ging, welches Material/Essen brauche ich wann und wo. Zum Glück konnte ich in Res auf einen ordendlichen und sehr pflichtbewussten Supporter zählen - ohne ihn hätte ich wohl schon beim Packen das einte oder andere vergessen.
Am Freitag waren wir bereits um 11.00 Uhr im Wallis, eine lange Wartezeit stand uns bevor. Als es endlich um 16.00 Uhr mit den Inlines losging, war es brütend heiss. Kaum ging es in Leuk in den Berg legten die anderen Couple und Single ein horrendes Tempo vor, ich konnte mich wie immer nicht zügeln und fuhr am Anfang mit. Doch natürlich fand ich so meinen Rhythmus überhaupt nicht und schon bald wurde mir schwarz vor Augen und kotzübel. Ich musste anhalten, schnaufen und trinken. Rachel eine andere Singleathletin hielt an und gab mir einen Gel. Ich wartete noch eine Weile und viele Inliner zogen an mir vorbei. Es nervte mich abartig und ich fühlte mich so scheisse. Und weiter gings, mir war immer noch sau schlecht, doch leider konnte ich auch nicht erbrechen. In einem gemütlichen Tempo probierte ich meinen Rhythmus zu finden. Kurz vor Inden musste ich nochmals an den Strassenrand sitzen, mir war wieder ganz schwarz vor Augen. Drei lustige Walliser Zuschauer motivierten mich und gaben mir nochmals einen Gel und viel zu trinken. Dann plötzlich kurz nach Inden - schwups - und ich konnte Gas geben. Ich fühlte mich plötzlich wieder da und konnte nun wieder einige Athleten überholen und sprintete die letzten Kilometer dem Ziel entgegen. Oben empfing mich Res und gratulierte mir! Natürlich war ich mit meiner Zeit von 1h 47min sehr enttäuscht - weiss ich doch, dass ich viel schneller sein könnte.
Das Abendessen musste ich runterwürgen, ich konnte einfach fast nichts mehr essen. Dann um 22.00 Uhr legten wir uns in unser Zelt und sofort schlief ich ein.
Samstag 2. Juli 2011:
Tagwache um 3.15 Uhr. Mir war immer noch kotzübel, doch ich zwang mich den Griesbrei zu essen. Dazu trank ich viel Wasser und etwas Cola. Dann um 4.15 Uhr ging es auf den Bus nach Turtmann. Als es um 6.00 Uhr mit den Inlines losging fühlte ich mich immer noch schlecht. Ich hätte mich so gerne mal übergeben, doch irgendwie war auch nichts im Magen, das ich hätte entleeren können. Ein Teufelskreis. Auf den Inline liess ich mich nicht hetzen und fuhr mein Tempo, sehr lange alleine, bis ich mir irgendwann einer Gruppe anschloss.
Schon bald war ich in Sion und konnte auf das Rennvelo wechseln. So schön wie Res mich immer empfing. Ich konnte in einen Stuhl sitzen, er zog mir die Schuhe aus, massierte meine Waden, redete mir schön zu. Dabei konnte ich von einem riesen Buffet von Orangenschnitzen, Erdnüssli, Chips, Magenbrot, Biberli, Gel, Kartoffeln etc. auswählen, was mein Herz begehrte. Doch irgendwie brachte ich immer noch fast keinen Bissen runter. Auf ging es aufs Rennvelo, es war noch frisch und wir fuhren am Schatten hoch. Die Steigung war auf mich zugeschnitten, so wie ich es mag. Ich konnte einige Single und Couple überholen und fühlte mich plötzlich wieder besser. Ich trank sehr viel und probierte auch etwas zu essen. Irgendwann kam die erste lange Abfahrt - meine Zehen spürte ich nicht mehr und auch sonst fror ich erbärmlich. Doch ab meiner Fahrweise hatte ich extrem Freude, ich liess es krachen und die Angst nach meinem Sturz vom letzten Jahr schien vergessen zu sein. In der Verpflegung vor dem Aufstieg nach Crans Montana hielt ich an, ass einige Sachen und füllte meine Bidons. Nun folgte ein langer Aufstieg in der prallen Sonne. In meinem Bauch auf der rechten Seite machte sich wieder dieser starke Schmerz, ein richtiges Ziehen wie Krämpfe bemerkbar. Ich trank viel, aber es nüzte nichts. Mir wurde wieder schwarz und kotzübel. Ich redete mir zu und biss wirklich, wie ich noch nie zuvor gebissen hatte. Viele Couple fuhren an mir vorbei und liessen mich wie nichts stehen. Da fühlt man sich wie eine Schnecke. Eine Couplefrau fuhr immer schön hinter mir und redete mir zu, das tat gut. Als ich endlich in Crans Montana ankam und Res in die Arme schliessen konnte, ach tat das gut! Auch meine Schwester und mein Vater waren da und feuerten mich an. Bei Res konnte ich wieder einiges Essen, Orangenschnitzen taten so gut. Ich nahm mir Zeit und ging dann locker ins Wasser. Und was für ein Gefühl, ich schwamm, als hätte ich noch nie etwas anderes gemacht. Auch wenn einige Couple und Team of 5 Schwimmer meinten der See gehöre ihnen, liess ich mich nicht aus dem Konzept bringen. Die vier Runden schwamm ich ohne jegliche Probleme und mein Rücken und Bauch konnten sich wieder erholen. Nach einem gemütlichen Wechsel und Abschiedsküssli von Res ging es auf die Laufetappe. Ich versuchte gar nicht erst zu joggen, sondern ging sofort in einer Art Walking mit den Stöcken und Musik in den Ohren los. Das 5km Schild kam bald. Doch dann fing sich auch hier wieder meine rechte Seite zusammenzuziehen, ich konnte nichts mehr essen aber immer noch nicht erbrechen. Der grösste Kampf in meinem Leben begann beim ca. 10km Schild. Es wurde mir mehrmals schwar vor Augen und ich musste mich hinsetzen. Das Ziel konnte man immer noch nicht sehen. Am liebsten hätte ich mich einfach ins Geröll gelegt und wäre eingeschlafen - hätte mich am liebsten aufgegeben. Doch ich wusste Res wartet oben und er hat drei Tage für mich geopfert, es war perfektes Hochtourenwetter und Res vergeudete seine Zeit mit mir. Das war ich ihm schuldig. Ich gab wirklich alles und versuchte immer einen Schritt nach dem anderen zu nehmen. Auch zwang ich mich immer wieder ein bisschen Gel zu nehmen und viel zu trinken. Irgendwann zwei Kilometer vor dem Ziel konnte ich nicht mehr und ich fiel um. Weiter oben stand ein Zuschauer, er kam sofort zu mir. Er und ein anderer Singleathlet halfen mir wieder auf die Beine und stützten mich. Dem Single, leider weiss ich den Namen nicht mehr, vielen herzlichen Dank. Der Zuschauer begleitete mich dann bis oben und stüzte mich immer, dass ich nicht umkippte. Er meinte ich sei kreidenbleich und sehe gar nicht gut aus. Endlich, nach 3h und 30 min sah ich Res, wie er mir entgegenkam. Im Nachhinein sagte er mir, dass er als er mich sah, nie im Leben daran gedacht hat, dass ich noch aufs Bike steigen würde, so bleich war ich. Mir kamen die Tränen als er mich in die Arme nahm. Die Runterfahrt mit der Gondel war dann eine Tortur, eine völlig schlechte Organisation des Veranstalters. Es kann doch nicht sein, dass die Single und Couple anstehen müssen und so viele Team of 5 die Gondeln blockierten. Ein unglaubliches Szernario. Schade! Res drängte sich natürlich durch all diese Fünferteam und so waren wir recht schnell wieder unten. Da die Zeit ja neutralisiert war, lies ich mir Zeit. Mein Körper sagte ich solle aufhören, doch mein Kopf lies es nicht zu - es kann doch nicht sein dass ich jetzt wegen dem Scheiss Magen und den Krämpfen wahrscheinlich durch die Leber verursacht, wie mir gestern ein Arzt sagte, aufhören muss. Also motivierte ich mich fürs Biken. Kaum aus der Wechselzone raus, wieder dieses elende Kotzgefühl. Nach 10min wollte ich bereits aufgeben, doch mein Kopf lies es nicht zu. Ich sagte mir, komm Cristina, die Abfahrt willst du schon noch anschauen! Also biss ich mich die 10km die es zuerst nur raufging durch. Dann endlich, der langersehnte Singletrail - meine Paradedisziplin. Und es war so was von geil - unbeschreiblich. Mit meinem Kona Hardtail, welches mich seit 6 Jahren begleitet, habe ich jedesmal wieder ein super Gefühl. Es flashte mich total, wie ich all diese Couple, 5er Team und auch Single in der Abfahrt stehen liess! Ein Traum, da nützten den anderen nicht mal ihre Trek Remedy Bikes. Ich staune immer wieder was andere Atlethen für Hammerbikes haben, das edelste vom edelsten, aber runterahren können sie trotzdem nicht! Wie jammerschade. Da emfpehle ich unbedingt einen Kurs bei Absolut Bike! Eine so geile Abfahrt gab es noch nie an einem Gigathlon. Ich fuhr alles und zwar zügig. Unten spürte ich meine Finger und Hände nicht mehr, bei der Verpflegung musste ich kurz anhalten und alles schütteln. Ich war so in einem Flash, anders kann ich es nicht beschreiben, dass ich dann im letzen Aufstieg die 15km noch so viele Atlethen überholen konnte. Man ich legte am Schluss nach einem solch harten Tag noch die 8 beste Zeit der Single Frauen hin. In 2h und 53 min absolvierte ich diese Etappe. Ich nervte mich nicht einmal, dass die Streckenführung oben einfach nur noch gesucht war, eine so sinnlose Schlaufe zu drehen war einfach nur blöd, vorallem, weil man am Schluss einfach noch eine Kiesstrasse runterfahren musste! Res, meine Schwester Barbara und mein Vater empfingen mich in Leukerbad und mir liefen die Tränen nur noch runter. Was für ein Tag, und ich habe es tatsächlich geschafft. Zum z'Nacht gab es für mich ein Raclette und eine Packung Chips, ich hatte so Lust auf Käse und Salz und der Gedanke an Nudeln brachte mich fast zum kotzen.

Montag, 4. Juli 2011 / 09:54 Uhr


25.06.2011: Biennathlon

Die letzten zwei Wochen war Res in den Bergen, eine Woche als J+S Leiter in einem Kletterlager und dann letzte Woche im vierten Modul der BF Ausbildung, unterwegs. Für mich bedeutete dies viel Zeit zum trainieren und grübeln. Also entschloss ich mich vor 10 Tagen kurzfristig am Biennathlon teilzunehmen. Als Single eine Woche vor dem Gigathlon war mir dann doch zu riskant, also musste ein Couplepartner her. In Gabriel fand ich einen für mich etwas gar schnellen Atlethen, doch ich sagte ihm, dass es bei mir nur um Spass geht und er mit mir nicht gewinnen kann! Zum Glück willigte er ein und gestern war es dann so weit.
Nun ist es doch schon bald ein Jahr her seit meinem letzten Multisportevent und es ging lange, bis bei mir wieder so richtig Wettkampfstimmung aufkam! Doch auf dem Start/Ziel Gelände in Biel, als ich viele bekannte Gesichter sah, freute ich mich auf den Start. UM 14.00 Uhr war es dann so weit. Mit den Inline startete ich über 14km. Am Anfang ging ich voll Gas vorne mit. Doch bei mir braucht es immer sehr lange bis ich warm bin und natürlich hat es mich dann am ersten längeren Aufstieg parkiert und ich musste etwas runterschalten. In der ersten Abfahrt ging es vorne recht zur Sache und ich fuhr auf Sicherheit, wollte ich doch nicht so kurz vor dem Gigathlon noch etwas riskieren. Taktisch sehr unklug schloss ich mich erst ganz am Schluss einem Zügli an und fuhr praktsich alles alleine. Nach etwas über 31min kam ich wieder in der Wechselzone an. Das heisst ich verbesserte meine Zeit zum Vorjahr um über drei Minuten! :-) Gabriel half mir in den Neopren, auch diese fünfte Disziplin schaffte ich in etwas über 2 Minuten. Letztes Jahr benötigte ich da noch 5.5 Minuten! Also auch hier ging es viel schneller! Dann ab ins Wasser auf die 1.5 km Schwimmstrecke. Zuerst musste ich es locker angehen lassen, der enge Neopren drückte und ich mussten jeden zweiten Zug bereits wieder Luft holen. Wie immer schwamm ich im Zickzack Kurs. Nach ca. der Hälfte war ich in Fahrt und konnte endlich auch ein paar Schwimmer überholen - was für ein Gefühl! Die Schwimmstrecke absolvierte ich in 29 Minuten - für mich mega guet. Hatte ich doch letztes Jahr am Bodensee Megathlon für 2.5km noch 55 Minuten! Also ein mega Vortschritt und ich musste zur Orientierung auch nie Brumst schwimmen - konnte Crawl bis am Schluss durchziehen. Gabi wartete natürlich schon ungeduldig. Er konnte natürlich auf dem Bike sehr viele Atlethen überholen und flog nur so den Berg hoch. Am Schluss auf seiner Paradedisziplin dem Laufen legte er natürlich die schnellste Zeit hin und wir oder besser gesagt er, finisthe als 6ter von 73 gestarteten Couple! Ich hatte Freude ab unserer Leistung, doch schämte ich mich schon ein bisschen, weil Gabi mit einer besseren Sportlerin natürlich locker aufs Podest gefahren wäre! Jänu, er startet ja nächste Woche am Gigathlon mit meiner Cousine Ariane und da werden die beiden wenn alles gut läuft bestimmt aufs Stockerl fahren! Ich freue mich auf den Gigathlon, auch wenn ich momentan wieder etwas am Zweifeln bin, ob ich mir da nicht zu viel zugemutet habe! Aber was solls am Gigathlon sind die Strecken ja um einiges länger - und ich mach es wie die OVO nicht besser - aber länger! :-) und auf die Dauer bin ich einfach besser als auf Sprintdistanzen! Freue mich auf alle Fälle riesig und bin froh, dass Res mich als Betreuer auf dieser grossen Reise begleiten wird. Also, man sieht sich schon bald im schönsten Kanton der Schweiz! Juppiii

Sonntag, 26. Juni 2011 / 07:34 Uhr


4. Juni 2011: Res am Niesenlauf

Bereits zum dritten Mal startete Res am vergangenen Samstag am längsten Treppenlauf der Welt. Bereits um 6.00 Uhr am Morgenfrüh standen wir in Mülenen. Viele Läufer und Läuferinnen schwirrten bereits herum und die Begleiter, wie ich, standen bei der Niesenbahn an um noch rechtzeitig nach Oben zu gelangen. Die letzte Bergfahrt war bereits um 6.45 Uhr.
Oben angekommen genoss ich die herrliche Aussicht und das sonnige Wetter auf der Terrasse. Der Start wurde wegen den vielen Zuschauern um 10 Minuten nach hinten verschoben. Ich war wohl nervöser als Res unten am Start. Dann um ca. 8.45 Uhr erreichte der erste Läufer in einem flotten Tempo das Ziel. Er war mit Startnummer 107 unterwegs, hat also 106 andere Läuferinnen und Läufer überholt. Wow dachte ich nur, das gibt wohl einen neuen Streckenrekord, und tatsächlich, in nur 55min raste dieser Walliser Bergfloh auf den Niesen.
Dann endlich von weitem sah ich das neongrüne T-Shirt von Res leuchten. Doch die Treppe wollte und wollte einfach nicht enden, dann verschwand er schon bald im letzten Tunnel und ich stand mit der Kamera parat, wollte ich ihn doch ja nicht verpassen. Er war am Beissen, das sah man ihm an. Res erreichte das Ziel in 1h 18min 58sek, das heisst Rang 29 in seiner Kategorie von 100 Läufern. Er war nicht ganz so zufrieden. Ich würde aber sagen Aufwand und Ertrag stimmen mehr als überein, schliesslich war er diesen Winter nur vielleicht 5 Mal joggen, also ich mag gar nicht daran denken was er leisten könnte wenn er seriös trainieren würde! Ich genoss es für einmal nur als Zuschauer dabei zu sein und andere leiden zu sehen.

Montag, 6. Juni 2011 / 20:01 Uhr


30. Mai 2011: Inline Training am Berg

Von Worb ging es mit dem Rennvelo über Biglen - Grosshöchstetten nach Bowil. Res hat meine Skatingstöcke am Velorahmen montiert und den Rucksack mit meinen Inline getragen. Die Leute in den Autos welche uns überholten schauten recht komisch. Doch ein Vorteil hatten die Stöcke am Velo von Res, er hatte keine nervigen Gümeler im Windschatten! :-)
In Bowil angekommen montierte ich meine Inlines. Mein Rennvelo schlossen wir an einem Bagger an und los gings in den Berg Richtung Chuderhüsi! Ach du scheisse war das hart. Natürlich ging ich viel zu schnell rein und schon bald hat es mich parkiert und ich musste kurz anhalten, verschnaufen und Power Gummibärli knabbern. Nach einiger Zeit fand ich meinen Rythmus, welchen ich bis nach oben durchziehen konnte. Aber Spass ist anders und ich musste mich echt überwinden bis oben durchzubeissen. Ich dachte mehrmals warum ich mir solche Sachen freiwillig antue. Doch Res motivierte mich, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass ich mich kaum vom Fleck bewegte. Am Schluss gab es immerhin knapp 400 Höhenmeter und ein paar Kilometer. Also knapp die hälfte an Höhenmeter welche ich am Gigathlon zu bewältigen habe. Sollte also machbar sein, einfach nicht zu schnell angehen und gemütlich meinen Rythmus finden. Mit den Stöcken ging es gar nicht schlecht und ich bin nie über die Stöcke gestolpert.
Oben angekommen wartete der spannendste Teil auf uns. Ich hielt mich hinten am Velo von Res fest und er fuhr in einem flotten Tempo nach unten. Plötzlich gabs einen ordendlichen Knall und der vordere Reifen war vom vielen bremsen platt. Doch als erfahrener Downhiller war es für Res überhaupt kein Problem auf den Felgen runterzufahren. Mir tat das arme Rad zwar mega leid, aber was solls! Anschliessend gings wieder aufs Rennvelo und zurück nach Konolfingen, wo wir gerade noch rechtzeitig vor dem Gewitter zu Hause ankamen.

Dienstag, 31. Mai 2011 / 22:18 Uhr


Wendenstöcke - Excalibur 24. Mai 2011

Heute morgen weckte mich mein Wecker bereits um 3.30 Uhr in der Früh. Die Nacht war kurz und vor lauter Nervosität konnte ich sowieso kaum schlafen. Um 4.15 Uhr holte mich mein Chef, Michael, in Konolfingen ab und auf gings auf einen Teamausflug oder Teambilding-Erlebnistag wie man dem Heute im Fachjargon nennt. Ein Geschäftsauslug, welchen ich bestimmt mein ganzes Leben nie mehr vergessen werde.
Eigentlich hatten wir im April vor mit den Ski das Doldenhorn als Teamevent zu machen, doch weil mein Knie nicht mehr wollte durfte ich ein anderes Ziel wählen. Ein grosser Traum ist ja die Eigernordwand, doch das kann ich mir dann vielleicht wenn ich mein 5 jähriges Jubiläum bei bergpunkt feiere, wünschen. Aber ein gutes Training dafür wären ja bestimmt die Wendenstöcke. Michael war natürlich sofort hell begeistert und so war es heute endlich so weit.
Um 6 Uhr standen wir auf dem Parkplatz. Mit Bergschuhen, Pickel und Rucksack ging es auf Richtung Einstieg. Bereits der Zustieg hatte es in sich und war nicht einfach nur locker flockig. Um 8 Uhr stiegen wir in die Wand ein. Excalibur ich konnte es noch kaum fassen. Ich erinnere mich noch genau, als ich vor rund drei Jahren das Buch von Ueli Steck las und die Bilder wo er Free Solo diese Route kletterte anschaute, und mir schon nur beim Zuschauen die Hände feucht wurden. Damals hätte ich nie im Traum daran gedacht, einmal selber diese Route zu klettern.
Die erste Seillänge hatte es bereits in sich, puhh war ich froh einfach nur im Nachstieg klettern zu können. Es war noch kalt und meine Fingerspitzen waren bereits gefroren. Doch schon bald war ich im Stand und weiter gings. Die Hackenabstände waren recht sportlich, aber im Nachstieg hat mich das ja kaum belastet. Dann in der 6. Seillänge kam ein recht luftiger Quergang, ich dachte nur, hier darf auch ich im Nachstieg nicht stürzen, sonst hänge ich in der Luft über dem Überhang und muss auch noch Selbstaufstieg anwenden. Als durchbeissen war angesagt. Von Länge zu Länge schwanden meine Kräfte und die Finger taten von diesem spitzigen Fels und den kleinen Griffen bereits recht weh und dass ich erst das dritte Mal in diesem Jahr im Fels war und noch nie in meinem Leben eine Mehrseillängenroute über 5 Seillängen und 5c geklettert bin, merkte ich wohl langsam auch. Aber Michael strahlte immer eine unglaubliche Ruhe aus und ich fühlte mich wirklich immer super sicher und war mega motiviert. Nur der Gedanke daran, dass Ueli diese Route ohne Seil geklettert ist, lies mir jeweils einen Schauder durch Mark und Beine laufen.
Oben angekommen war es recht frisch aber ich war total happy, unbeschreiblich dieses Gefühl. Solche Gefühle erlebt man doch nur in den Bergen, diese psychische Anspannung, das Adrenalin, das habe ich noch nie erlebt. Den Gigathlon als Single, ist auch ein grosses Projekt, doch Ausdauer muss man einfach fleissig trainieren, Technik etc. braucht man da ja nicht. Dieser Flash den ich heute erlebt habe, wird mich bestimmt noch eine Weile weiter begleiten. Auch das Abseilen am Schluss war super spannend, unter mir nichts...... wenn doch bitte nur das Seil hält, dachte ich ab und zu! Es hielt! Hihi
Unten angekommen hiessen uns noch die Steinböcke willkommen, bis fast 2m kamen sie an uns heran. Mega härzig.
Im Restaurant Titlis bei einer feinen Heidelbeertorte und Ovo liessen wir unseren Teamtag ausklingen. Ich bin so unglaublich happy und dankbar einen so tollen Arbeitgeber und vorallem Chef zu haben. Einen Geschäftsausflug in die Wendenstöcke erlebt zu haben, das kann wohl nicht mancher von sich behaupten.
Ich freue mich natürlich bereits jetzt auf die nächsten Ausflüge mit bergpunkt, obwohl dieser Tag ja kaum noch zu toppen ist!

Dienstag, 24. Mai 2011 / 20:51 Uhr


Gurnigel

Ein weiteres sportliches Wochenende neigt sich dem Ende zu. Res war gestern mit seinem Kollegen Dan in der Zentralschweiz klettern. Die beiden machten eine schwierige Mehrseillängenroute und Res hat bereits riesen Vortschritte gemacht, er ist parat für das Klettermodul welches in rund drei Wochen startet.
Ich war am Samstag in Aarau als Bikeguide und habe ein Technikkurs just vor Women geleitet. Es war abartig heiss für Mai, aber immer schön zu sehen wie die Girls nach einem Tag Technikkurs plötzlich Treppen hoch und runter fahren!
Heute morgen starteten Res und ich zusammen auf eine längere Rennvelotour. Über Belp ging es weiter hinauf nach Riggisberg, dort gabs einen Mandelgipfel in der super Bäckerei. Weiter gings nach Schwarzenburg und von dort hinauf auf den Gurnigel. Oben angekommen fing es plötzlich wie aus Kübeln an zu regnen und es wurde bitter kalt. Wir kauerten uns unter eine grosse Tanne und warteten ab bis es aufhörte zu regnen. Schlotternd machten wir uns anschliessend auf die Abfahrt. Es war saukalt und die Strasse gefährlich rutschig, dementsprechend vorsichtig fuhr ich um die Kurven, einen Bodenkontakt mit dem Rennvelo möchte ich nie mehr erleben. Je weiter nach unten wir kamen, desto wärmer wurde es wieder. In Pfaffeien wurde es wieder richtig sonnig und warm. Weiter gings nach Fribourg bis nach Flamatt über Köniz nach Belp und wieder zurück nach Konolfingen. Kaum zu Hause angekommen gingen wir noch zum ersten Mal in die Badi in Konolfingen. Ich schwamm meine Längen und Res las in seinem Bonattibuch. Nach 40min fror ich im Wasser und musste raus. Einmal mehr haben wir eine Tour ganz nach dem Motto - raus aber richtig - erlebt. Bis zum nächsten Mal...

Sonntag, 22. Mai 2011 / 20:18 Uhr


verregnetes Weekend...

Eigentlich wollten wir vom 14. - 16. Mai drei Tage irgendwo klettern gehen. Doch der langersehnte Regen musste natürlich ausgerechnet an unserem verlängerten Wochenende eintreten. Aber das Positive daraus, unsere Wohnung wurde so am Samstag endlich wieder mal aufgeräumt und geputzt, bei schönem Wetter könnten wir uns sowieso nie zum Putzen motivieren.
Am Sonntag motivierte mich Res endlich wieder mal die Laufschuhe anzuziehen, damit ich am Gigathlon nicht völlig abloosen werde. Also starteten wir von Frutigen zu Fuss Richtung Kandersteg. Am Anfang ging das ja ganz gut, doch nach 30min finde ich joggen einfach nur öde und langweilig und wenn mein Kopf nicht mehr will, dann geht gar nichts mehr. Armer Res, doch irgendwie schafften wir es doch noch bis nach Kandersteg. Dort ging es in den Zug retour nach Frutigen. Im Sportzentrum ging ich noch für 40 Minuten schwimmen, herrlich, mein Wassergefühl momentan ist super und schwimmen ist für mich so erholsam und richtig beruhigend. Anschliessend erholten wir uns noch etwas im Sprudelbad, bevor es zum Dessert des Sonntags kam, dem Klettern. In der Halle in Thun pushten wir uns gegenseitig immer weiter und in schwerere Routen.
Am Montagmorgen brachen wir auf Richtung Jura, wollten wir doch das Klettertraining im Fels weiterführen. Doch leider war alles noch nass und feucht. Etwas trotzig gingen wir in die Kletterhalle in Niederwangen. Dort hatten wir so richtig Platz für uns. Auch hier pushten wir uns gegenseitig in harte und knackige Routen. Ein echt geiles Gefühl wenn man plötzlich Routen klettern kann, bei welchen wir vor ein paar Wochen noch geglaubt haben da kommen wir niemals hoch! Nach dem Klettern fuhr ich direkt von Niederwangen mit dem Rennvelo los und Res ging mit einem Kollegen an den Gurten biken. Er konnte auf der DH Piste wieder mal so richtig Dampf ablassen und ich fuhr mit dem Rennvelo 4 Stunden übers Oberland durchs Emmental, einfach wo mich der Weg gerade hinführte, habe dabei viele neue Orte entdeckt wo ich noch gar nicht kannte.....

Mittwoch, 18. Mai 2011 / 09:50 Uhr


Wetterhorn

Das sonnige und warme Wetter am Karfreitag nutzten Res und ich für eine Rennvelotour rund um den Napf. Res hat übrigens auch das dritte Modul der Bergführerprüfung bestanden und kam am Mittwochabend, braungebrannt und todmüde nach 16 Tagen nonstop auf Skitouren, zurück.
Die Napftour gehört jeden Frühling zu einer unseren ersten Rennvelotouren. Es war wunderschön durchs Emmental, Entlebuch etc. zu radeln. Dazwischen der obligate Halt bei der Coop Tankstelle in Wollhusen, wo wir uns jeweils mit einem Cola und leckeren Süssgebäcken stärken.
Am Samstagmorgen um 3.00 Uhr hiess es Tagwach. Kurz ein Frühstück runterdrücken und ab Richtung Meiringen weiter nach Rosenlaui. Kurz nach 5 Uhr machten wir uns mit Stirnlampe und den Skis am Rucksack aufgebunden auf Richtung Wetterhorn. Nach einer Stunde konnten die Skis montiert werden. Zuerst ging es links der Gletschermoräne entlang, kurz unterhalb des Rosenlauibiwaks vorbei auf den Gletscher. Eine eindrückliche Spaltenwelt erwartete uns. Nur drei weitere Tourengänger konnten wir beobachten. Ein kurzes Stück gingen wir am Seil über den Gletscher, weil noch keine Spuren vorhanden waren. Übrigens die Outdoor WC Technik von Res (siehe Bild) hat er nicht im Bergführerkurs gelernt! Hihi
Wir genossen die Sonne und die Einsamkeit auf diesem Gletscher. Kurz bevor wir unsere Abfahrt starteten kam bereits langsam eine Bewölkung über die Berggipfel. Der obere Teil war schön sulzig und angenehm zum Fahren. Unten wurde es dann härter und am Schluss mussten noch alte Lawinenkegel befahren werden. In der letzten Abfahrt wollte ich am Schluss noch ein Böglein fahren und schon war es passiert. Mein linker Ski blieb stecken und im Zeitlupentempo legte es mich hin und das Knie war verdreht. Res schaute gerade zu und war sofort bei mir um mir aus der misslichen Lage zu helfen. Mir wurde kotzübel und das Knie tat höllisch weh. Musste mich zuerst ein paar Minuten in den Schnee legen. Wieso jetzt, ging mir durch den Kopf, warum? Res montierte beide paar Skis an seinem Rucksack und auf den Stöcken abgestüzt machten wir uns zu Fuss auf den letzten Abschnitt dem Wanderweg entlang. Mein Knie schmerzte höllisch, doch ich biss auf die Zähne. Ich redete mir ein, das ist nur geprellt, etwas überdehnt blablabla. In Meiringen gingen wir noch in ein Kaffee und die Migros und chillten noch etwas am Brienzersee. Mein Knie fing immer stärker an zu schmerzen, deshalb ging ich schwerenherzens in Münsingen ins Spital. Die Röntgenbilder zeigten, dass zum Glück nichts gebrochen ist. Die junge Assistenzärztin meinte aber nach ein paar qualvollen Tests, dass eventuell der Miniskus kaputt sei oder vielleicht ein Band! :-( Dies werde aber nur ein MRI zeigen. Jetzt heisst es abwarten und am Donnerstag nochmals vorbei und dann wird entschieden wie es weitergeht! Was solls shit happens und ich glaube immer noch fest daran, dass es nur irgendwie gezerrt oder verstaucht oder so ist! Einfach bitte nichts kaputt! Jetzt gibt es halt seit langem für uns zwei Nichtstun Tage, ob ich das aushalten werde, wohl kaum! Aber ändern kann man es sowieso ja nicht, deshalb positiv denken und nach vorne schauen! Es könnte ja noch viel schlimmer sein! Machets guet...

Sonntag, 24. April 2011 / 08:34 Uhr


Bike Technikweekend mit Absolut Bike 16.-17. April 2011

Am vergangenen Weekend hatte ich meinen ersten Einsatz als Bikeguide bei Absolut Bike. Das heisst, ich war als zusätzlicher Guide eingeteilt und konnte einfach helfen und musste noch keine Gruppe alleine führen.
Es war sehr interessant und hat super Spass gemacht. Habe selber natürlich auch noch an meiner Technik feilen können, da hat man sowieso nie ausgelehrnt.
Gestern waren wir dann mit unserer Gruppe auf einer Rundtour bis Aeschiried. Die Strecke, welche ich eine Woche vorher mit Mark abgefahren bin. Es war super schön, angenehm warm und trocken.
Anschliessend ging ich noch für 1.5 Stunden auf die Panzerpiste mit den Inlines. René gab mir Inlineunterricht und am Schluss konnte ich ganz ordendlich fahren, meine neuen Inlines sind wirklich der Hammer und rollen schon fast von alleine!

Res ist immer noch in seinem Kurs. Die Feedbacks die er bisher von den Bergführern und Experten erhalten hat, waren alle positiv, somit wird er wenn alles planmässig verläuft am Mittwoch ein weiteres Modul erfolgreich abschliessen können. Bin gespannt was er alles zu berichten hat.

Montag, 18. April 2011 / 12:02 Uhr


Cesenatico 2. - 9. April 2011

Da Res vom 4. - 20. April sein Winter 1 Modul der Bergführerausbildung im Sertigtal absolviert, packte auch ich meine Koffer und natürlich das Velo und fuhr zusammen mit einem Kollegen nach Cesenatico in Italien.
Am letzten Samstag fand bei wunderschönem Wetter in Bern der Teamtag von Absolutbike statt. Da ich diese Saison das Team als Bikeguide unterstützen darf, konnte ich an diesem Tag alle anderen Teammitglieder kennenlernen und einen Techniktag zusammen mit ihnen durchgehen. War sehr lustig und ich freue mich darauf an einzelnen Weekends als Bikeguide in Thun tätig zu sein.
Anschliessend ging es los Richtung Süden. Um Mitternacht kamen wir in Cesenatico an, checkten in das Hotel Riz ein, bezogen unser Zimmer und legten uns sofort todmüde aufs Ohr.
Am Sonntagmorgen um 7.30 Uhr standen wir bereits hungrig am riesengrossen Morgenbuffet. Es hatte so viele Sachen, dass ich fast nicht wusste was ich nehmen soll. Es war sehr, sehr lecker. Ich habe die ganze Woche über super fein gegesssen und viele Cappuccinos getrunken. Wir absolvierten jeden Tag zwischen 107 und 167km auf dem Rennvelo, dazu kamen zwei Schwimmtrainings und für mich noch ein Lauftraining am Strand. Jeden Tag schien die Sonne und es war angenehm warm. Die Gegend rund um Cesenatico ist sehr schön zum Rennvelofahren, nach 20km kommt man im Inland in bergiges Gebiet. Einmal auf einem Pass lag sogar noch Schnee am Strassenrand. Es waren wunderschöne Ferien und ich genoss das italienische Ambiente in vollem Zuge, das Inland ist wirklich sehr schön und überall diese kleinen, herzigen Cafés mit leckeren Süssgebäcken und super Macciatos. Leider ging die Woche viel zu schnell vorbei und heute morgen hiess es bereits wieder packen und nach Hause fahren. Doch auch in der Schweiz ist nun wohl endgültig der Frühling eingekehrt, immer wieder schön wenn man in Richtung Schweiz kommt und die schneebedeckten Berge einem entgegenlachen! Nun geniesse ich den Abend auf unserem Balkon mit Blick auf die Berge. Morgen gehe ich auf eine Biketour bei Aeschi, muss ich doch nächsten Sonntag bereits ein erstes Technikweekend mithelfen zu leiten, deshalb muss ich mir die Strecke vom Sonntag doch noch anschauen gehen!
Res läuft es anscheinend tiptop im Kurs, er hat den Leistungstest mit den 3000 Höhenmeter wie erwartet ohne Probleme bestanden und ist fleissig am Skitürelen und wird täglich mit Theorie vollgepumpt. Aber der wird das schon packen. Und mitte Woche soll es ja wieder schneien, dann langt es über Ostern für mich doch auch noch zum Skihochtouren mit Res zu unternehmen! juppiii... also dann wünsche ich allen ein super tolles Weekend.

Samstag, 9. April 2011 / 18:24 Uhr


19. - 20. März 2011: Ponte Brolla

Am Freitagabend entschlossen wir uns kurzerhand ins Tessin zu fahren. Die Wetterprognosen versprachen sonniges und mildes Frühlingswetter. Mal etwas anderes als Skitouren, Res brauchte etwas Abwechslung und ich mag es sowieso nicht mit Harschschnee! Also packten wir das Klettermaterial, die Rennvelos, die Matratze, Schlafsäcke und Outdoormaterial in den Fiat und fuhren los über den Brünig Richtung Tessin. Um 22.00 Uhr kamen wir in Ponte Brolla bei angenehmen Temperaturen an.
Am Samstagmorgen, nach einem reichhaltigen und gemütlichen Outdoor zMorge machten wir uns auf zu den Klettergärten. Schon bald wärmte die Sonne den Fels auf und es war super angenehm zum klettern. Das erste Mal im Fels seit Monaten ist immer speziell. Doch wir schlugen uns erstaunlich gut. Der Fels war recht plattig und kleingriffig. Res und ich, wir meisterten ein paar schwierige Routen bis 6b+. Anschliessend gingen wir noch aufs Rennvelo. Doch gegen Ende des Centovalle wurde es plötzlich schwarz und es tröpfelte leicht. Wir entschlossen uns die Rennvelotour abzubrechen und zurück nach Ponte Brolla zu fahren. Dafür ging es nach Locarno, zuerst einen leckeren Macciato am See und anschliessend noch für ein Schwimmtraining für mich ins Lido Locarno. Zum Glück hatte es dort auch noch Whirlpools, wo wir unsere wunden Finger etwas aufweichen konnten.
Heute Morgen hiess es wieder früh tagwach und auf zum Felsen. Wir waren die ersten und konnten unsere geplanten Routen klettern. Ich konnte eine sehr harte 6b+ klettern und musste zweimal tief Luft holen und die Angst kurz überlisten, die Hakenabstände waren für mich recht gross und Griffe hatte es praktisch keine mehr! Doch umso schöner das Gefühl als ich die Route packte. Auch Res kletterte sehr gut. Als uns dann zu viele Leute in den Klettergarten kamen, machten wir uns wieder davon, die Finger und Füsse taten eh bereits mega weh. Und weiter gings für einen Berglauf nach Locarno wo wir bis auf den Cardada joggten. Puhh war das hart aber geil! Laufen, meine absolute Hassdisziplin machte mit Blick auf den Lago Maggiore und die verschneiten Berggipfel doch noch Spass!
Ein super Weekend neigt sich dem Ende, nur zu gern wären wir mit unserem Büsli wie Zigeuner weiter gefahren, doch die Arbeit ruft und das nächste Abenteuer kommt bald.

Sonntag, 20. März 2011 / 20:56 Uhr


12. März 2011: Skitour Balmhorn

Res musste am Samstag nach seiner Monstertour am morgen früh bereits wieder aus den Federn und mit mir auf eine Skitour. Wir hatten vor das Balmhorn zu besteigen. Uns war aber klar, dass der Fön uns eventuell einen Strich durch die Rechnung machen könnte. Um 7.30 Uhr standen wir in Kandersteg bei der Sunnbüelbahn. Ich hatte extra am Donnerstag noch angerufen und nachgefragt ob sie auch wirklich so früh bereits fahren. Es wurde mir natürlich gesagt ja klar. Doch wir waren die einzigen welche so früh dort standen und der sehr unfreundliche Bähnlimaa schnauzte uns nur doof an. Ich habe ihn dann an meinen Anruf erinnert und er fuhr uns widerwillig nach oben. Aber bei dieser Bahn haben wir noch nie freundliches Personal angetroffen, uns hats nicht gekrazt.
Oben blies bereits ein starker, kalter und fieser Wind. Die Kapuze wurde montiert und auf gings Richtung Balmhorn. Wir sahen viel Triebschnee und es war eindrücklich wie es den Schnee über die Felswände fegte, kein gutes Zeichen. Im Steilhang Richtung Sattel, hatte ich wieder mit starken Schmerzen in meiner Leiste zu kämpfen. Dazu der abartige Wind und der Triebschnee welcher das Laufen in der Spur zu einer Rutschpartie machte. Es machte überhaupt keinen Spass und ich musste mich richtig zwingen weiterzulaufen. Oben auf dem Grat angekommen blies ein abartiger Wind und wir sahen wie die Schlechtwetterfront von Westen her näher kam und die wie die Fönwalzen über die Berge drückten. Uns war sofort klar, dass wir hier umkehren werden. Über den Grat hätte man die Skier aufbinden müssen und es hat uns bereits auf dem Sattel fast umgewindet. Man muss ja nichts erzwingen. Die Abfahrt vom Sattel war aber super, der viele Triebschnee war wie Sand und es fühlte sich an wie Pulverschnee, super schön zum fahren. Es war trotzdem eine schöne und einsame Tour und nach dem Moto raus aber richtig haben wir dem Wetter getrotzt.

Sonntag, 13. März 2011 / 09:01 Uhr


Trainingstour für Leistungstest Bergführer Ausbildung

Res startete am Freitmorgen früh 3.40 Uhr zusammen mit Chäspu, einem Kollegen welcher mit ihm die Bergführerausbildung absolviert, von Lenk aus Richtung Wildhorn. Als sie bei der Wildhornhütte vorbeikamen schauten die Leute nicht schlecht, welche in der Hütte übernachtet haben und sich auf den Weg Richtung Gipfel machten. Um 10.00 Uhr standen die beiden bereits auf dem Gipfel des Wildhorns. Eine kurze Rast und weiter gings zuerst hinunter und dann wurde wieder angefellt und das Schnidehorn bestiegen. Oben angekommen hiess es wieder runter Richtung Alp Age du Rawil. Von dort wurde wieder angefellt und selber gespurt bis auf den Rorbachstein.
Nach einer kurzen Abfahrt erreichten die beiden die Plein Morte, von wo aus es den letzten Aufstieg bis auf den Wildstrubel zu bewältigen galt. Dieser Aufstieg zog sich extrem in die Länge und die beiden mussten gegen Schluss noch etwas beissen. Auf dem Wildstrubel angekommen hatten die beiden 3950 Höhenmeter und einige Kilometer in den Beinen. Als Zückerli gab es am Schluss noch eine steile und geile Abfahrt durch das Nordcouloir des Lenkerstrubel, welches von der Abendsonne herrlich beleuchtet war. Glücklich und gesund kamen die beiden nach rund 14 Stunden wieder in der Lenk an.
Im Leistungstest der Bergführer haben die beiden zum Glück ja nur 3000 Höhenmeter zu bewältigen, was nach dieser Monstertour für die beiden wohl eher einer Sonntagstour gleichen mag.

Sonntag, 13. März 2011 / 08:49 Uhr


La Fouly und Goms

Res war für zwei Tage in La Fouly als SAC Tourenleiter auf Skitouren unterwegs. Er konnte erste Erfahrungen sammeln und schnuppern, was es heissen wird als Bergführer zu arbeiten. Er machte seine Sache natürlich wie immer seriös und sehr gut. Bereits am Donnerstagabend beschäftigte er sich ausgiebig mit der Tourenplanung. Er hatte super Verhältnisse und super Schnee. Die Teilnehmer waren super zufrieden und alles ist gut verlaufen. Er hat natürlich bereits neue Ideen für Touren mit mir fürs kommende Weekend, bin ja mal gespannt! Wieder Höhenmeter sammeln, meinte er nur!
Ich dagegen verbrachte für mich zwei Tage im Goms auf den schmalen Latten. Am Samstag fuhr ich von Niederwald nach Oberwald und gleich wieder retour. Das gab mehr als 40km mit all den Umwegen die ich genommen haben! Anschliessend checkte ich in der Jugi und Fiesch ein und ging gleich noch ne Stunde schwimmen. Ich hatte eine Bahn für mich alleine und genoss es richtig, es lief super. Dann gab es z'Nacht mit vielen Jugendlichen von überall her. Ich legte mich dann aber bald ins Bett, hatte zum Glück ein Zimmer für mich alleine. Am Sonntag kam dann René ins Goms und wir machten zusammen die Loipen unsicher. Er gab mir noch Langlaufunterricht und meinte, wenn ich will, dann lerne ich schnell! Nur will ich halt nicht immer!! Hihi Es gab dann wieder gut 40km. Leider hatte ich mit Durchfall zu kämpfen, war dann froh als ich zu Hause war und mich etwas ausruhen konnte. Auch Res war nach diesem Weekend müde und so legten wir uns am Sonntagabend zufrieden und erschöpft früh ins Bett.
Heute Montagabend heisst es für mich Lauftraining und anschliessend noch Schwimmtraining, zusammen mit René, hätte ich nicht abgemacht würde ich jetzt wohl kneifen. Fühle mich immer noch nicht 100 prozentig fit, mein Magen rebeliert immer noch. Naja, mal schauen was heute geht! bis dann!

Montag, 7. März 2011 / 17:02 Uhr


26. Feb 2011: Skitour Ferden - Mauerhorn - Lötschenpass - Wiler

Res war die ganze Woche als Skilehrer auf der Lauchernalp tätig, er kannte also die Verhältnisse bestens. So entschlossen wir uns am Samstagmorgenfrüh von Ferden in Richtung Mauerhorn aufzubrechen. Es lag nur wenig Schnee im Tal. Weiter oben etwa auf der Höhe der Kummenalp war der Schnee sehr windgepresst. Wir hörten sehr viel Wumm Geräusche, doch der Schnee schien stabil zu sein. Wir waren die ersten und es hiess von Anfang an spuren. Natürlich liess ich Res den Vortritt, er muss ja schliesslich für das dritte Modul der Bergführerausbildung, welches im April startet, üben. Er machte dies super und legte eine angenehme Spur hin. Unterwegs analysierten wir gemeinsam immer wieder das Gelände und die mit Triebschnee gesammelten Hänge. Schon bald waren wir auf dem Mauerhorn und genossen die Einsamkeit. Dicke Wolken waren bereits in Sichtweite und der Wetterwechsel, welcher angesagt war, kam langsam ins Tal. In der Abfahrt fanden wir doch noch ein paar schöne Pulverhänge, war gar nicht so übel.
Wieder auf der Kummenalp angekommen, hiess es nochmals die Felle aufziehen und die letzten 500 Höhenmeter bis auf den Lötschenpass in Angriff nehmen. Wieder mal hatten wir nichts mehr zu essen und zu trinken! Oben angekommen waren wir froh, als uns Andrea Cola und einen super leckeren Sträusselkuchen auftischte! Anschliessend kam Andrea mit uns gleich mit auf die Lauchernalp. Res musste auch hier die Spurarbeit leisten! Von der Lauchernalp nahmen wir die Gondel nach Wiler, es hat einfach zuwenig Schnee auf der Talabfahrt und da sind uns unsere alten Skis immer noch zu schade drum! Wieder einmal zeigte unsere Uhr, dass wir 2110 Höhenmeter absolvierten! Mir scheint, als lohne es sich gar nicht mehr die Felle aufzuziehen für Skitouren unter 2000 Höhenmeter! Hihi
Den Sonntag verbrachten wir beim Zügeln. Alle meine Sachen, welche ich noch im Lötschental hatte kamen mit nach Konolfingen. Nun wohnen wir wieder offiziell zusammen. Irgendwann muss man halt Nägel mit Köpfen machen und diesen Schritt wagen! Als alles versorgt war gingen wir unsere neue Umgebung auf einer einstündigen Joggingtour im Schneegestöber erkunden, ein schöner Wochenendabschluss!

Montag, 28. Februar 2011 / 06:56 Uhr


19. Feb 2011: Skitour Bütlasse

Am Samstagmorgen früh machten Res und ich, uns auf den Weg Richtung Berner Oberland, auf der Suche nach gutem Schnee. Zurück aus Südafrika war ich zuerst etwas enttäuscht wie wenig Schnee noch liegt und konnte mir gar nicht richtig vorstellen, dass da noch genügend Schnee liegt für gute Skitouren. Res war in den letzten drei Wochen in seinen Modulen der Bergführerausbildung praktisch immer im Schnee unterwegs und wusste natürlich Bescheid wohin. Im Kiental angekommen war die Langlaufloipe bereits grün und wir begegneten einem Reh beim Grasen.
Wir zogen unsere Skischuhe an, montierten die Felle und los giengs zuerst auf dem wenigen Restschnee und Eis der Strasse entlang bis auf die Griesalp. Dort hatte es dann genügend Schnee und gespurt war auch schon. Es war ziemlich kalt und super klar. Wir begegneten nur drei weiteren Skitourengeher und vielen Gemschi und genossen die Ruhe und Einsamkeit an diesem Samstagmorgen. Für mich war es unglaublich intensiv, nach drei Wochen Hitze und Trockenheit wieder diese kalte und gutriechende Luft einatmen zu können und die Kraft der Berge auf mich wirken zu lassen. Ich genoss es in vollen Zügen und die Aussicht auf dem Gipfel war unglaublich schön.
Die Abfahrt hatte dann auch super schönen Schnee zu bieten, fast wie auf Frühlingsskitouren. Wir nahmen nicht die Standartabfahrt sondern die wo wir den besten Schnee fanden. Dafür mussten wir noch zweimal die Skis kurz wieder hochtragen um eine Felswand zu umgehen, doch dies hat sich allemal gelohnt. Am Schluss hiess es dann noch die Skier puckeln und die Strasse zurücklaufen - fahren war unmöglich. Glücklich und gesund kamen wir nach 2130 Höhenmetern wieder am Startpunkt an. Es war einfach wieder mal super mega geil!

Sonntag, 20. Februar 2011 / 19:20 Uhr


Table Mountain

Am Samstag fand in Stellenbosch die Afrikanische MTB Meisterschaft statt. Natürlich lies ich mir dieses Spektakel nicht entgehen und nahm als Zuschauer teil, zum Glück, denn es war einmal mehr sicher um die 40 Grad heiss! Zusammen mit Gabriel feuerte ich am Morgen die Hobby Fahrer an, diese hatten eine Heidenfreude und haben sich anschliessend viele bei mir fürs Anfeuern bedankt. Am Nachmittag war dann die Elite an der Reihe. Das Feld bestand hauptsächlich aus Südafrikanischen Fahrern, ganz wenige aus Namibia und noch einzelne aus anderen Afrikanischen Ländern. Es war so speziell Schwarze auf Mountainbikes zu sehen, irgendwie undgewohnt. Die haben sich aber super geschlagen und ich habe diese besonders angefeuert!
Am Sonntag ging ich mit Gabriel auf den Table Mountain. Wir nahmen einen abenteuerlichen und sehr steilen Weg Richtung Table Mountain, mit kleinen Kletterpartien und durch Büsche und ausgetrocknete Bachbete. Wir begegneten auf unserem Weg nach Oben keiner einzigen Menschenseele und genossen die Ruhe und Aussicht auf das Meer und die Stadt. Oben angekommen kamen uns die vielen faulen Touristen mit Flipflops und Highheels entegen, welche einfach die Bahn auf den Berg nahmen. Eigentlich sollte man solche Bahnen verbieten, wer nicht aus eigener Kraft einen Berg bezwingen mag, der soll es bleiben lassen. Aber das ist meine Meinung, Tourismus funkioniert anders. Oben genossen wir einen der feinen Grapetiser, wir sprachen bereits davon dieses super Getränk in die Schweiz zu importieren, ist wirklich super lekkar! Den Abstieg absolvierten wir auf einem anderen Weg, auch sehr schön und einsam. Unten angekommen stiegen wir in das Auto und fuhren der Küste entlang, bis wir einen einsamen Strand fanden wo wir uns auf die Steine setzen und den Wellen zuschauten und den Sonnenuntergang am Horizont genossen. Anschliessend fuhren wir der Küste entlang weiter bis zu einer gemütlichen Reggae Bar wo wir wirklich meinten Bob Marley vor uns zu haben. In dieser Bar assen wir ein feines Nachtessen und fuhren anschliessend zurück nach Stellenbosch.
Heute Montag, mein drittletzter Tag in Südafrika verbrachte ich beim Schwimmen und auf einer kurzen Rennvelotour ans Meer! Nun bleiben mir noch zwei Tage und dann heisst es bereits wieder Rucksack und Velo packen und zurück in die Schweiz. Morgen werde ich zusammen mit Andrew und Gabriel noch das Nachtleben in Stellenbosch und die vielen Weins testen, dass ich dann am Mittwoch im Flieger auch genug Müde sein werde und den langen Flug schlafend absolvieren kann! Letzte Grüsse aus dem fernen Afrika!

Montag, 14. Februar 2011 / 19:13 Uhr


Dreitagesrennvelotour Stellenbosch - Hermanus - Woercester - Stellenbosch

Zusammen mit Gabriel Lombriser aus der Schweiz unternahm ich vom Mittwoch - Freitag eine 3-tages Rennvelotour. Zuerst fuhren wir von Stellenbosch nach Strand und dort der wunderschönen Küstenstrasse nach Rooiels. In Rooiels machten wir halt und genossen einen super farbigen, künstlichen Milkshake. Der Wirt hatte eine mega Freude an uns und hat sich immer wieder gefragt wie man sich das nur antun kann, mit dem Velo solche Strecken zurückzulegen. Eine Frage, welche ich mich später selber auch noch stellen sollte! Weiter gings Richtung Hermanus, es folgte eine harte Arbeit gegen abartigen Wind. Immer rauf und runter und dieser unaufhörliche Wind und die abartige Hitze. Dann fingen auch noch meine Füsse und die Wade an zu krampfen und das lauwarme Wasser im Bidon konnte unseren Durst auch nicht mehr löschen. Kurz vor Hermanus stoppten wir nochmals um ein eiskaltes Cola zu trinken, wie herrlich! In Hermanus konnten wir im Haus von Bunnie, einem Typ aus Stellenbosch, übernachten. Den Abend verbrachten wir in einem gemütlichen Beizli am Strand.
Am nächsten Morgen waren wir froh als wir das Bett verlassen konnten, wir wurden die ganze Nacht von Moskitos geplagt und waren völlig verstochen. Doch von Beginn an begleitete uns wieder dieser üble Gegenwind und die Sonne brannte nur so auf uns nieder. Ein paar mal dachte ich warum ich mir immer wieder solche Sachen antue. Andere Leute bereisen in einem gemütlichen Camper ein Land und ich, ich mache das immer wieder mit dem Velo. Zum Glück war Gabriel dabei und er litt mit. Es war abartig heiss und auf dem Asphalt strahlte die Sonne und Hitze ab. Wir waren super froh, als plötzlich nach ellenlanger Einöde und Wüste ein Golfklub auftauchte, dort tranken wir das halbe Restaurant leer, jeder von uns leerte 3 Flaschen Gateorade und einen halben Liter Cola, dazu gab es Chips und Olivenbrot. Puuhhh tat das gut. Die letzen 50km waren dann noch eine Qual - der Arsch tat uns langsam auch noch weh, ich hatte Arianes Rennvelo und der Sattel war recht unbequem und Gabriel auf meinem Rennvelo hatte auch starke Schmerzen. Endlich in Woercester angekommen wurden wir noch von Blitz, Donner und Regen emfpangen, eine willkommene Abkühlung. Im ersten Hostel welches wir fanden checkten wir ein, nahmen eine Dusche und gingen sofort in einen Laden um uns mit frischen Früchten und viel Getränken einzudecken.
Den letzten Tag nahmen wir gemütlich, unsere Fudis taten beide so fest weh, dass wir gar nicht mehr so richtig fest in die Pedale treten mochten. Wir durchquerten ein schönes Tal und erklommen einen kleinen Pass. In der Abfahrt sahen wir wieder viele, kleine Baboons welche sich gegenseitig am Lausen waren. Auf den letzten 50km mussten wir einer vielbefahrenen Strasse folgen, dort musste ich nochmals beissen, manchmal hätte ich das Rennvelo am liebsten in den nächsten Strassengraben geschmissen. Ich motivierte mich mit dem Gedanken, dass ich in einer Woche bereits wieder in meinen geliebten Bergen, in der Kälte und im Schnee auf einer Skitour sein werde. Ich kann die Hitze langsam nicht mehr ertragen. Ich habe grossen Respekt vor Ariane, ich könnte nie und nimmer in Südafrika leben, diese Hitze, die grossen Strassen, der Wind und das Fehlen von Bergen, Schnee und grünen Alpwiesen würde ich nicht aushalten. Einmal mehr kann ich nur sagen wie glücklich ich mich schätzen darf in der Schweiz leben zu dürfen, dort haben wir einfach alles was wir zum leben brauchen und können erst noch ein unabhängiges Leben ohne Auto geniessen und einfach einen Bus oder einen Zug nehmen und innert wenigen Stunden ist man an einem ganz anderen Ort, entweder voll in den Bergen oder dann im Süden im Tessin gemütlich am Strand! Was will man mehr???
Morgen gehe ich in Stellenbosch die MTB Cross Country Afrikanische Meisterschaft schauen, mal nur zuschauen, mein Velo darf sich jetzt etwas erholen. Hitzige Grüsse aus Afrika!

Freitag, 11. Februar 2011 / 17:24 Uhr


MTB Race in Addo

Am Donnerstag flogen wir, also Ariane, Erik, Carinus und ich mit dem Flugzeug von Cape Town nach Port Elizabeth. Die Flugzeit dauerte zum Glück nur etwa eine Stunde. Leider wartete ich in PE vergeblich auf meinen Rucksack, dieser ist in Cape Town geblieben. Also konnte ich leider nicht mit aufs Bike und der Do und Fr verbrachte ich immer wieder am Flughafen, bis dann mein Gepäck doch noch ankam! Das gesamte hat mich recht genervt. Aber schlussendlich kam ich am Freitagnachmittag doch noch zu meinem Rucksack und mit Carinus ging ich in Addo auf eine kurze Biketour. Zum ersten Mal hat es hier in Südafrika geregnet, dies war so schön, endlich eine kleine Abkühlung. In Addo haben wir ein kleines Bungalow gemietet mit einer wunderbaren Aussicht auf das Buschland, schon fast tropisch war es dort. Ein echter Unterschied zu Stellenbosch.
Am Samstagmorgen um 6.00 Uhr starteten wir zum Bikerennen auf 85km. Zuerst ging es ca. 20km auf breiten, erdigen Strassen mit vielen Schlaglöchern durch den Elefantenpark. Der Boden war vom Regen noch recht klebrig und schwer, nicht gerade flüssig zum fahren. Ich dachte schon das kann es doch nicht sein, nur so breite Wege. Doch nach dem ersten Waterpoint wurde es interessant. Es folgte ein super cooler Downhill über einen Wanderweg mit vielen Spitzkehren. Dort hatte ich auch den ersten Bodenkontakt, doch halb so schlimm. Dann ging es weiter durch den tropischen Wald, überall waren riesen Spinnennetze mit schwarzen Monsterspinnen. Zum Glück waren die Netze, welche über den Weg geflochten waren bereits durch die vorderen Fahrer zerissen und blieben nicht an mir hängen. Nach dem Urwald kamen wir auf eine Ebene wo es über schmale Wege und Stock und Stein ging. Die Sonne brannte nieder, es waren bestimmt 40 Grad und dies an der prallen Sonne ohne Schatten. Elefanten sah ich leider keine, nur der Geschmack errinnerte mich an das Elefantenhaus im Basler Zoo, irgendwo waren sie also doch. Ich fuhr ein einsames Rennen für mich und genoss die wunderschöne Landschaft, ab und zu meinte ich, ich habe mich verfahren, weil weit und breit keine Menschenseele zu sehen war. An jedem Waterpoint habe ich ausgiebig Cola getrunken und meinen Bidon immer wieder aufgefüllt, die Hitze machte mir recht zu schaffen, ich dachte oft an Schnee und wie schön es jetzt wäre irgendwo in unseren schönen Bergen auf einer Skitour. Doch das brachte mich nur noch mehr ins Schwitzen. Doch ich habe es geschafft, meine Zeit weiss ich leider nicht, aber ich bin mit mir sehr zufrieden. Ariane hat es wieder allen gezeigt und das Rennen bei den Frauen gewonnen, trotz eines heftigen Sturzes und geschwollenem Bein. Sie ist hier in Südafrika in der Bikeszene schon ein richtiger Star und musste natürlich wieder ein Interview geben. Erik wurde bei den Elite Herren guter Vierter.
Anschliessend fuhren wir nach Port Elizabeth zurück und schauten noch die Südafrikanischen Meisterschaften der Rennvelofahrer. Das war noch recht lustig. Den Abend verbrachten wir in PE mit dem Rennveloteam von Stellenbosch, es gab feinen Fisch in einem Restaurant und das Obligate Dessert, für mich einen Fruchtsmoothie in einem der vielen guten Cafés. Jetzt sind wir wieder in Stellenbosch angekommen und am Dienstag kommt Gabriel auch noch nach Stellenbosch, dann habe ich ein Trainingsgspändli aus der Schweiz.

Sonntag, 6. Februar 2011 / 11:36 Uhr


Weinfarms, Affen und Berge

Am Sonntagnachmittag waren wir bei Alex auf der Weinfarm zu Besuch. Die Farm gleicht einem Museum, überall stehen alte Möbel und Gegenstände herum, welche dem Gesamten ein spezielles Ambiente bieten. Ariane und Erik planen dort am 9. April zu heiraten und ich durfte als Beraterin mit! Am Montag waren wir am Morgen auf einer Biketour und anschliessend mussten die beiden nach Cape Town an ein Medienlunch für das Cape Epic. Ich ging mit und vertrieb mir die Zeit in der Stadt. Cape Town ist nicht weiter erwähnenswert und ich war froh, als wir die Stadt nach zwei Stunden wieder verlassen konnten, ich kann so grosse Städte einfach nicht ausstehen, so schrecklich diese riesen Häuser und vielen Menschen, ich bin und bleibe ein Landei!
Am Abend waren wir auf einer anderen Weinfarm eingeladen, diese war schon etwas pompöser und nicht so heimelig, fühlte mich nicht sehr wohl, aber der Wein war dafür super. Wir waren etwa 10 Personen am Braai am Abend und ich trank ganz ordendlich Wein, der war einfach super, vorallem der süsse Dessertwein zum Schluss, davon konnte ich einfach nicht genug kriegen.
Heute war ich mit Andrew mit dem Rennvelo unterwegs. Wir fuhren zusammen der Küste entlang. Es windete abartig stark, er wollte eigentlich schon umkehren doch irgendwie konnte ich ihn dann doch umstimmen, zum Glück. Es war einfach unglaublich schön, so gefällt mir Südafrika. Weit ab von all den Städten, einfach nur Buschland, Strand und Berge und natürlich Tiere. Ich sah Baboons, kleine Affen, mega härzig, ich musste natürlich sofort anhalten und die Tiere beobachten. Es war so eindrücklich dieses Naturschauspiel. Über die Berge an der Küste drückte der Nebel, aus welchem ein angenehmer Niesel niederging, welcher uns etwas abkühlte. Andrew hat schnell gemerkt, dass Tiere für mich die Welt bedeuten, er hat immer nach Tieren Ausschau gehalten. Wale konnten wir leider keine beobachten, dafür war er letzten Samstag mit mir im Zoo bei den Cheethas, das schnellste Tier der Welt, ähnelt stark dem Loepard.
Nach der Rennvelotour ging ich noch in den Jonkershoek Park wandern. Ich sah meine erste Schlange und diverse sonstige Reptilien in freier Wildbahn und war ganz für mich alleine unterwegs. Die Berge, Steine, Büsche etc. weckten in mir wieder ein so beruhigendes Kribbeln wie ich es einfach liebe in den Bergen zu sein. Leider musste ich dann bald wieder gehen, weil der Park um 19.00 Uhr geschlossen wird und Andrew mich abholen kam und zurück zu Arianes Haus brachte. Morgen werde ich nochmals in den Park wandern gehen und weiter Ausschau nach Tieren halten. Am Donnerstag geht es dann weiter nach Port Elizabeth, mal schauen was mich sonst noch so alles erwarten wird! In Port Elizabeth führt das Bikerennen durch einen Elefantenpark, dann werde ich wohl mehr Zeit beim Tiere beobachten verbringen als beim Pedalen! und dann hoffe ich natürlich auch mal noch einen Löwen zu sehen und und und.... bis dann

Dienstag, 1. Februar 2011 / 21:21 Uhr


Cristina's first Road Race, 30. Januar 2011

Heute startete ich in Paarl zu meinem ersten Rennvelorennen über 126km. Bereits um 5 Uhr Morgens kamen mich zwei Mitglieder des Stellenbosch University Rennveloteams abholen. Nach einer 20 minütigen Fahrt erreichten wir Paarl wo bereits viele Fahrer umherschwirrten. Ich bekam eine Velonummer von einem der Teamfahrer welcher heute nicht startete. Ich schlich mich also ohne Chip und nur mit einer Nummer an den Start. In meinem Startblock C waren nur Männer mit rasierten, baungebrannten und muskulösen Beinen anzutreffen. Auch Ihre Velos glänzten und schauten recht schnell aus. Fühlte mich irgendwie fehl am Platz. Doch ich lies mir nichts anmerken und fuhr nach dem Startschuss einfach mal los. Es wurde attakiert, gerangelt usw. Schon bald splittete sich die Gruppe in zwei Teile und ich musste kurz beissen um in der ersten Gruppe dran zu bleiben. Doch nach ca. 20 Minuten machten die Fahrer vor mir irgendwelche komische Zeichen, welche ich als Bikerin sowieso nicht kannte und dann prompt in die Scherben fuhr. Ich dachte nur, bitte, bitte keinen Platten. Leider wurde meine Bitte von Oben nicht erhöht und nach weiteren 5 Minuten stand ich alleine am Strassenrand mit einem platten Vorderreifen. Ruhig machte ich mich ans Wechseln und schon bald kamen zwei nette Streckenposten um mir zu helfen. Der einte hielt mein Velo und der andere reichte mir immer das Werkzeug! War echt lustig, und ich brauchte gar nicht so lange, doch auch die zweite Gruppe raste an mir vorbei! Dann blieb mir nichts anderes übrig, als mich alleine auf den Weg zu machen. So fuhr ich lange vor mich hin, bevor mich vor dem einzigen etwas längeren Aufstieg wieder eine riesen Gruppe einholte. Dort konnte ich mich darunter mischen! Und weiter gings immer geradeaus, rauf und runter und wieder rauf und runter!
Ich konnte die Gegend anschauen und der krasse Unterschied zwischen Arm und Reich fiel mir zum ersten Mal so richtig auf. Ab und zu kam wieder so eine pompöse Weinfarm mit fetten weissen Personen auf der Veranda am Essen und Wein trinken. Und dann kamen wieder so kleine Blechhütten mit herzigen kleinen dunkelhäutigen Kindern, welche einem am Strassenrand die Hände entgegenstreckten und eine riesen Freude hatten, wenn ich diese beim Vorbeifahren abklatschte! Wie diese Menschen Freude hatten und klatschten und johlten wenn wir vorbeifuhren, weisse Zuschauer hatte es praktisch keine. Das hat mich unterwegs recht berührt und zum grübeln gebracht.
Ich fuhr dann den Rest des Rennens alleine für mich, mir war es in der Gruppe einfach zu gefährlich. Diese unerwarteten Wechsel und dann lies einer auch noch seinen Bidon fallen, ein anderer die Bananenschale, nicht zu glauben. Und in den Abfahrten habe ich seit meinem Gigathlon Sturz einfach immer noch die Hose voll, ich fahre runter wie die grösste Tussi und in einer Gruppe fühle ich mich noch unwohler. Also genoss ich es alleine gegen den Wind zu fahren und die Gegend zu geniessen.
Nach ca. 3 Stunden und 35 Minuten erreichte ich glücklich und zufrieden mit mir selbst das Ziel, wo mich die anderen Jungs auch schon erwarteten. Nun geniesse ich die Wärme und schaue was heute noch so läuft. bis zum nächsten Mal!

Sonntag, 30. Januar 2011 / 10:31 Uhr


Cristina in Südafrika...

Während Res sein erstes Modul in der Ausbildung zum Bergführer mit Erfolg bestanden hat und gleich weiter mit dem Eismodul startet, verbringe ich drei Wochen Ferien in Südafrika bei meiner lieben Cousine Ariane. Sie wohnt seit über einem Monat hier in Stellenbosch bei ihrem Freund Erik. Am Mittwoch 26. Januar, also meinem Geburi bin ich nach einer langen Reise in Cape Town gelandet. Ich hatte die Ehre neben einem FC Aarau Spieler zu sitzen! Ein typischer Fussballer mit Louis Vuitton Tasche oder wie die auch heissen. Zum Glück hat er nur mit der hübschen Stewardess geflirtet und nicht mit mir! In Cape Town wurde ich herzlich von Erik und Ariane empfangen, mir liefen die Schweisstropfen nur so runter. Kaum zu glauben, vor ein paar Tagen war ich mit Fäbu noch bei -15 Grad auf einer Skitour und nun bin ich bei 35 Grad am Schwitzen wie ein Eisbär in der Wüste!
Am Abend wurde extra für mich eine Gebuirparty mit einem Brai auf Africaans heisst das Bräteln, organisiert! War super lecker.
Leider flogen Ariane und Erik am Donnerstag Richtung Norden an ein Bikerennen. Ich war also bereits auf mich alleine gestellt. Doch ich fand sehr schnell Anschluss und ging gestern mit Christian und Carinus auf eine coole Biketour. Hier hat es super Singletrails und die Downhills sind mit kleinen Drops gespickt, die lies ich lieber aus, war ich doch mit Arians super leichtem Spezialiced Bike unterwegs! Die Hitze machte mir recht zu schaffen, bin es mir nicht so gewohnt. Zum Glück gings für mich nach der Biketour in den Pool gleich weiter mit Schwimmtraining. Am Abend war ich dann bei Christians Eltern wieder zu einem Brai eingeladen. Seine Elteren wohnen in einer riesen grossen Hütte direkt auf einem Golfplatz, nicht gerade meine gewohnte Umgebung, aber sie waren sehr nett und gastfreundlich und nicht so kotzig wie andere Reiche!
Heute war ich mit Andrew auf einer Rennvelotour, ich sah zum ersten Mal den Ozean. Es hat abartig gewindet. Wir genossen in einem Strandcafé einen Cappuccino und fuhren anschliessend wieder retour. Ich ging wieder eine Stunde schwimmen, das tut so gut bei dieser Hitze. Anschliessend kam mich Andrew wieder abholen und brachte mich zu Eriks Haus. Er wohnt etwas ausserhalb von Stellenbosch und es sei zu gefährlich für mich alleine zu fahren. Die machen sich so rührend Sorgen um das Schweizer Girl!
Es ist mega, wie gastfreundlich die Leute hier sind. Ich wurde sofort überall aufgenommen und mir wird alles gezeigt und ich kann am Leben hier teilhaben, es ist so easy living, just having fun and enjoying life! Unterwegs auf den Velotouren geht man immer wieder mal in ein Coffee Shop etwas trinken und essen und dann gemütlich weiter! Dann ab und zu müssen sie wieder etwas arbeiten gehen und dann am Abend gibts ein Brai mit viel, viel Fleisch. Ich esse brav mit und frage gar nicht erst was ich das esse. Wenn man eingeladen ist kann man nicht noch pingelig sein, dann esse ich halt auch Fleisch, obwohl das nicht gerade m eine Lieblingsmahlzeit ist! So nun kommt Andrew bald vorbei und es gibt Pizza zusammen mit dem Mitbewohner von Erik und Morgen Abend Spät kommen Erik und Ariane wieder zurück! Also pura Vida!

Freitag, 28. Januar 2011 / 18:17 Uhr


22. Januar Skitour Gross Spannort mit Fäbu und Jürg

Am Freitagabend reiste ich mit dem Zug zu Fäbu nach Meien im Meiental. Fäbu wohnt dort mit drei Kollegen in einem alten, gemütlichen Haus! Eine richtige Männer-WG, wo ich mich sofort wohlfühlte!
Am Samstagmorgen, nach einem reichhaltigen Frühstück, gingen Fäbu, Jürg und ich mit den Skis los. Zuerst folgten wir der Sustenpassstrasse bevor es rechts wegging ein ein schönes Tal. Es war recht kalt, aber strahlend blauer Himmel und nur wir drei unterwegs. Das hiess spuren von Anfang an an. Natürlich übernahm ich die Spurarbeit noch so gerne. Es war unglaublich diese Stille in diesem wunderschönen Tal. Es hatte ca. 20cm Neuschnee, was recht harte Arbeit beim Spuren bedeutet. Nach ca. 1600hm kamen wir kurz unter dem Grossen Spannort an. Den letzten, kurzen und sehr steilen Gipfelaufstieg liesen wir aus Vernunftsgründen aus. Da das Bulletin auf erheblich war und wir grosse Triebschneeansammlungen sahen. Also genossen wir ein Picknick kurz unter dem Gipfel. Ich bekam als Dank für meine Spurarbeit ein Stück Schockokuchen von Jürg! Mmmh war sehr lecker. Anschliessend folgte eine super schöne Abfahrt in Pulverschnee, hier hatte ich das Nachsehen und die Jungs mussten öfters auf mich warten! Kaum wieder in Meien angekommen musste ich mich verabschieden und in Richtung Lötschenal abreisen. Ein super schöner Tag neigte sich dem Ende - einfach traumhaft diese Berge und Einsamkeit auf Skitouren.
Doch am Dienstag geht es für mich bereits weiter nach Südafrika, wo ich für drei Wochen meine Cousine in ihrer neuen Heimat besuchen werde. Bis bald.

Montag, 24. Januar 2011 / 07:54 Uhr


Lawinenkurs 14. - 16. Januar 2011

Letzten Freitag bis Sonntag verbrachte ich mit bergpunkt im Lawinenkurs auf der Engstligenalp. Das Wetter war super schön, nur etwas zu warm für diese Jahreszeit und den Schnee musste man auch schon fast suchen! Trotzdem fanden wir interessante Sachen vor und wurden von Reto ausführlich in der Lawinenkunde geschult. Mit Schneeprofilen, Rutschblocks, LVS Übungen, Hangneigung messen, Tourenplanung, 3 x 3, Reduktionsmethode etc. haben wir vieles angeschaut und direkt auf Touren angewendet. Nun freue ich mich auf viel Neuschnee und tolle Touren um das Gelernte auch umsetzen und in Zukunft bei der Planung meiner Skitouren anwenden zu können.

Mittwoch, 19. Januar 2011 / 19:47 Uhr


Skitour 2. Januar 2011 Wildstrubelrundtour

Nach einer erholsamen Nacht hiess es wieder am Morgen früh aus den Federn und ab Richtung Oberland. Heute gings Richtung Adelboden und anschliessend mit der Gondel bis auf die Engstligenalp. Beim traversieren der Ebene auf der Engsligenalp via Schlepplift, froren wir das erste Mal an die Finger! Doch schon bald bekamen wir im Aufstieg zum Chindbettipass wieder warm. Oben erwartete uns auch schon die Sonne und zwei Gemschi. Auch fanden wir hier noch keine Spuren, wir waren also die ersten welche diesen Pass im neuen Jahr bestiegen. Dann gings runter über feinsten Pulver. Nach einer kurzen Abfahrt zogen wir wieder die Felle an und stiegen bis zur roten Totz Lücke auf, bevor es zum zweiten Mal für heute runter ging, bei der Lämmerenhütte vorbei bis zum Aufstieg auf den Wildstrubel. In diesem Schlussaufstieg begleitete uns die Sonne die ganze Zeit. Oben auf dem Mittelgipfel des Wildstrubel blies ein kalter und starker Wind, also nur schnell ein Gipfelfoto schiessen und die Einsamkeit auch auf diesem Gipfel geniessen! Auch heute wurden wir mit feinstem Pulverschnee in der Abfahrt belohnt. Es war einfach nur hammer, mega geil! Doch schon auf der Engstligenalp empfing uns der Nebel und wir mussten wohl oder übel wieder in diese Suppe absteigen. Doch nach zwei solch grandiosen Tagen in den Bergen lebt die Sonne in unseren Gesichtern und im Herz weiter! Wir planen bereits jetzt die nächsten Abendteuer.

Sonntag, 2. Januar 2011 / 17:55 Uhr


Skitour 1. Januar 2011 Iffighorn und Wildhorn

Das neue Jahr läuteten wir mit einer wunderschönen Skitour ein. Gestartet sind wir am Samstagmorgen früh um ca. 7.40 Uhr bei Pöschenried und ca. -14 Grad! Wir genossen die Stille und Ruhe ganz alleine unterwegs zu sein. Auch ein paar Tiere konnten wir beobachten. Auf dem Iffighorn genossen wir in der Sonne einen kleinen Snack, bevor es zum Iffigsee hinunter ging und anschliessend wieder die Felle montiert wurden. Weiter hoch gings bei der Wildhornhütte vorbei auf den Sattel bis aufs Wildhorn. Oben angekommen genossen wir eine herrliche Rundsicht ins Wallis und Berner Oberland. Wir dachten mit einem Lächeln im Gesicht an all die Menschen im Nebelmeer! Die Abfahrt hatte ein paar sehr schöne Pulverhänge zu bieten. Mit einem riesen Smile kamen wir nach 7 Stunden wieder in Pöschenried an und haben 2350 Höhenmeter und einige Kilometer in den Beinen! Die heisse Ovi in einer Beiz in Zweisimmen schmeckte dann besonders lecker!

Sonntag, 2. Januar 2011 / 17:46 Uhr


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